SOS Racisme
französische Organisation
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SOS Racisme ist eine französische Organisation, die gegen Rassismus kämpft. Sie wurde 1984 gegründet und steht der Sozialistischen Partei nahe. Deutscher Partner ist der Verein „Mach' meinen Kumpel nicht an!“. SOS Racisme konnte in Frankreich die Gründung eines Integrationsministeriums erwirken.

Entstehung
SOS Racisme entstand aus der Mobilisierung für einen Demonstrationszug, den „marche des beurs“,[1] der am 15. Oktober 1983 von Marseille und gleichzeitig von Lyon aus nach Paris wanderte. Die Teilnehmer des Marsches reihten sich hinter einem Banner ein, das „für Gleichheit und gegen Rassismus“ warb. Am 3. Dezember 1983 vereinte sich dieser Cortège in Paris, wo er 60.000 Menschen auf die Straßen brachte. Viele besonders engagierte Teilnehmer waren Kinder algerischer Einwanderer.[2] Acht Teilnehmer des Marschs wurden von Präsident François Mitterrand zum Gespräch empfangen, fast gleichzeitig errang der Front national 1983 die Stadt Dreux.[1]
Anfang der 1990er Jahre begann sich SOS Racisme auch in der Schweiz zu engagieren, weil durch die gemeinsame französische Sprache in der benachbarten Romandie offen rassistische und antisemitische Inhalte nach Frankreich einsickerten. Die gemeinsame Kampagne mit Betroffenen und Organisationen in der Schweiz führte 1994 zur Einführung der Rassismus-Strafnorm mit dem Artikel 261bis StGB ins Schweizer Strafgesetzbuch.[3]
Präsidenten von SOS Racisme
- Harlem Désir, 1984–1992
- Fodé Sylla, 1992–1999
- Malek Boutih, 1999–2003
- Dominique Sopo, 2003–2012
- Cindy Léoni, 2012–2014
- Dominique Sopo (seit 2014)
Verschiedenes
Bei SOS Racisme wirkte zeitweise der Pro-Israel-Aktivist Arié Bensehmoun.[4]
Weblinks
- Internetseite von SOS Racisme (französisch)