Saba Douglas-Hamilton

kenianische Naturschützerin und Dokumentarfilmerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Saba Iassa Douglas-Hamilton (* 7. Juni 1970 in Kenia) ist eine kenianische Umweltschützerin und Dokumentarfilmerin.

Leben

Douglas-Hamilton wurde in der Nähe von Naivasha im Great Rift Valley in Kenia als Tochter des Zoologen Iain Douglas-Hamilton und von Oria Douglas-Hamilton, geb. Rocco, geboren. Saba bedeutet „sieben“ in Swahili. Den Namen erhielt sie von Massai-Frauen, da sie um sieben Uhr morgens geboren wurde, daneben war sie das siebte Enkelkind.[1] Ihre erste Sprache war Swahili und sie wuchs mit kenianischen Kindern auf. Sie ist eine Urenkelin von Alfred Douglas-Hamilton. Ihre Schwester Mara Mond „Dudu“ Douglas-Hamilton ist Filmproduzentin.

Saba Douglas-Hamilton, die im Alter von sieben Jahren zum ersten Mal nach Nairobi kam,[2] musste 1980, nach dem Sturz Idi Amins, aus dem Land fliehen.

Nach der Flucht ging sie in ein Mädchen-Internat in Großbritannien. Später beschrieb sie diese Zeit „wie ein Gefängnis“. Sie besuchte das Atlantic College in Süd-Wales. Durch gute Leistungen erwarb sie einen Platz an der schottischen University of St. Andrews, wo sie ihren Master in Sozialanthropologie mit einer Arbeit über Vorstellungen von Liebe und Sexualität bei den Bajuni auf Kiwayu in Kenia erlangte.[3]

Karriere

Nach ihrem Studium in Großbritannien arbeitete sie für den Save the Rhino Trust in Namibia. Daneben half sie der Organisation Save the Elephants, die von ihrem Vater gegründet worden war. Dabei führte sie Studien über Nashörner und Elefanten durch und erforschte deren Lebensweise. Später schrieb sie Kolumnen über die Gefährdung der Elefanten durch den Menschen.

Seit 2000 produziert Douglas-Hamilton eine Reihe von Tierdokumentationen für die BBC. Die meisten wurden in Afrika gedreht und handeln über große Säugetiere. Seit 2002 ist sie Co-Moderatorin der Serie Big Cat Diary mit Jonathan Scott und Simon King. Im Jahr 2006 war sie gemeinsam mit Nigel Marven in einer Episode von Prehistoric Park zu sehen. Als Großkatzenexpertin half sie Marven, Säbelzahnkatzen zu studieren. Weitere Dokumentarfilme produzierte sie über Großkatzen und Spitzmaulnashörner.

Im März 2008 berichtete sie in einer dreiteiligen BBC-Dokumentation namens Unbekanntes Afrika über die Situation der Tierwelt auf den Komoren, in der Zentralafrikanischen Republik und in Angola.[4]

2009 drehte sie gemeinsam mit ihrem Vater The Secret Life of Elephants. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Elefanten, u. a. auch solche, die durch die Organisation Save the Elephants versorgt werden, leben. Die Serie verkaufte sich auch über DVD.[5]

Seit dem 4. Februar 2006 ist sie mit dem drei Jahre jüngeren Archäologen und Autor Frank Pope verheiratet, den sie 2004 auf der Hochzeit eines Freundes kennen gelernt hatte. Sie ist Mutter von drei Töchtern.

Filmographie

Einzelnachweise

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