Sabine Reppin

deutscher Flottillenadmiral der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Sabine Reppin (* 9. Oktober 1966) ist ein Flottillenadmiral der Marine der Bundeswehr und seit Dezember 2025 Kommandeurin des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr sowie Leiterin des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr. Mit ihrer Beförderung zum 1. Januar 2026 ist sie die erste weibliche Marineuniformträgerin der Bundeswehr, die die Dienstgradgruppe der Admirale erreicht hat.

Leben

Reppin studierte von 1986 bis 1990 Physikalische Ozeanographie an der Universität Hamburg. Von 1990 bis 1991 war sie Fulbright-Stipendiatin an der Scripps Institution of Oceanography (SIO) der University of California, San Diego (UCSD) in den Vereinigten Staaten und absolvierte von 1991 bis 1996 ein Ph.D.-Studium der Physikalischen Ozeanographie am SIO der UCSD, das sie mit einem Ph.D. in Ozeanographie abschloss. Anschließend war sie bis 1997 Postdoktorandin am SIO der UCSD und bis 1999 am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Es folgte eine Hochschulassistenz am Institut für Meereskunde der Universität Kiel von 2000 bis 2001 und eine Tätigkeit als IT-Projektkoordinatorin bei Lufthansa Technik in Hamburg von 2001 bis 2003.

2003 trat Reppin, zunächst als Zivilistin, in den Geophysikalischen Beratungsdienst der Bundeswehr ein und war Dezernentin Meteorologische Beratung im Flottenkommando in Glücksburg. 2006 wurde sie in das Dienstverhältnis einer Berufssoldatin berufen und in die Laufbahn der Offiziere des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr im Uniformträgerbereich Marine übernommen. Von 2006 bis 2007 war sie Geoinformations-Stabsoffizierin für Geophysikalische Beratung im Flottenkommando in Glücksburg, wechselte anschließend ins Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr nach Euskirchen, wo sie für Internationale/Nationale Kooperationen zuständig war. Währenddessen absolvierte sie zusammen mit ihrem Ehemann den Stabsoffizierlehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.[1] 2009 kehrte sie als Dezernatsleiterin für Fachliche Grundlagen und Geoinformationsunterstützung ins Flottenkommando zurück, wo sie 2012 Dezernatsleiterin Operative Beratung/Einsatz wurde und von 2012 bis 2015 das Dezernat meteorologische und ozeanographische (METOC) Beratung leitete. 2015 wurde sie Leiterin METOC-Einsatz/Einsatzgruppe 2 im Flottenkommando und wechselte 2016 nach Berlin ins Bundesministerium der Verteidigung als Referentin Grundsatzangelegenheiten Personal Geoinformationsdienst der Bundeswehr (CIT I 5/CIT II 8). 2019 wurde sie als Gruppenleiterin Außenbeziehungen zum Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr nach Euskirchen versetzt und war von 2022 bis 2025 Referatsleiterin CIT II 8 (Geoinformationswesen der Bundeswehr, Geoinformationsunterstützung IT-System der Bundeswehr, Analyse und Simulation) im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

Am 17. Dezember 2025 wurde Reppin als Nachfolgerin von Peter Webert Kommandeurin des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr sowie Leiterin des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr. Zum 1. Januar 2026 wurde sie zum Flottillenadmiral ernannt.[2]

Reppin ist mit einem Marineoffizier und Diplom-Ozeanografen verheiratet.[1]

Auslandseinsätze

Siehe auch

Einzelnachweise

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