Sabine Winter

deutsche Tischtennisspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Sabine Winter (* 27. September 1992 in Bad Soden am Taunus) ist eine deutsche Tischtennis-Nationalspielerin. Bei Europameisterschaften gewann sie im Doppel und mit dem Team insgesamt sieben Gold- und zwei Silbermedaillen sowie eine Bronzemedaille im Einzel. Mit der Mannschaft holte sie zudem 2010 und 2022 WM-Bronze. Bei Deutschen Meisterschaften gewann sie im Einzel zwei und im Doppel acht Titel.

Schnelle Fakten Vereine als Aktive(r): ...
Sabine Winter
Sabine Winter
Sabine Winter bei den Deutschen Meisterschaften 2023
Nation: Deutschland Deutschland
Geburtsdatum: 27. September 1992 (33 Jahre)
Geburtsort: Bad Soden am Taunus
Spielhand: Rechtshänderin
Spielweise: Shakehand, Angriff
Aktueller Weltranglistenplatz: 11 (2. März 2026) Vorlage:Infobox Tischtennisspieler/Wartung/Lokaler Wert
Bester Weltranglistenplatz: 11 (2. März 2026)
Aktueller kontinentaler Ranglistenplatz: 1 (November 2025)
Aktueller nationaler Ranglistenplatz: 1
Bester nationaler Ranglistenplatz: 1
Vereine als Aktive(r):
2004–2012 DeutschlandDeutschland TSV Schwabhausen
2012–2019 DeutschlandDeutschland SV DJK Kolbermoor
2019–2023 DeutschlandDeutschland TSV Schwabhausen
Seit 2023 DeutschlandDeutschland TSV Dachau 1865
Letzte Aktualisierung der Infobox: 2. März 2026
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Jugend

Winter begann mit dem Tischtennisspielen beim Verein TSV Oberalting. Über den SC Wörthsee kam die Rechtshänderin 2004 zum TSV Schwabhausen. Im Schüler- und Jugendbereich erzielte sie zahlreiche nationale und internationale Erfolge: 2005, 2006 und 2008 gewann sie die Ranglistenturniere für Schülerinnen bzw. Mädchen. 2007 wurde sie Deutsche Meisterin der Schüler im Mixed und Europameisterin im Doppel mit Barbora Balážová (Slowakei). Im folgenden Jahr holte sie den Titel bei der deutschen Schülermeisterschaft im Doppel mit Kathrin Mühlbach. 2010 gewann sie das Europäische Mädchen-Ranglistenturnier Europe Youth Top 10.

Dazu kommen weitere Medaillen

  • bei Deutschen Meisterschaften
    • 2006 Schülerinnen: Platz drei im Einzel und Doppel mit Svenja Müller (Hessen)
    • 2008 Mädchen: Platz drei im Einzel
    • 2009 Mädchen: Platz zwei im Einzel
    • 2010 Mädchen: Platz drei mit der Mannschaft
  • bei Europameisterschaften
    • 2007 Schüler: Platz zwei im Mixed mit Arne Holter und Platz drei im Einzel
    • 2008 Mädchen Platz zwei mit dem Team
    • 2009 Mädchen Platz drei mit dem Team
    • 2010 Mädchen Platz eins im Doppel mit Barbora Balážová (Slowakei), Platz drei mit dem Team

Erwachsene

Sabine Winter (2017)

Mit den Damen des TSV Schwabhausen spielte Winter in der 2. Bundesliga und war maßgeblich an deren Aufstieg 2010 in die 1. Bundesliga beteiligt. Bei der nationalen deutschen Meisterschaft 2010 in Trier wurde sie zusammen mit Kathrin Mühlbach Deutsche Meisterin im Doppel.

Am 2. März 2010 bestritt sie erstmals ein Länderspiel. Im Spiel gegen die Niederlande unterlag sie Lie Jie mit 0:3. Im Mai des gleichen Jahres wurde sie für die Weltmeisterschaft nominiert. Als die Stammspielerin Elke Schall sich verletzte, kam Winter in der Mannschaft zum Einsatz. Mit einem Sieg trug sie zum Gewinn der Bronzemedaille bei. Somit gelang ihr 2010 innerhalb eines Jahres der Gewinn einer WM-Medaille im Jugend- und im Erwachsenenbereich. Dieses war vorher noch keinem deutschen Aktiven gelungen.[1] 2010 rückte sie im Juni in der Weltrangliste auch erstmals in die Top 100 vor[2] und nahm im September an der Europameisterschaft teil, bei der sie unter anderem mit dem Team den 7. Platz belegte.

Sabine Winter übersiedelte nach Düsseldorf, um sich im dortigen Deutschen Tischtennis-Zentrum weiterzuentwickeln. Im Juli 2011 verpflichtete sie sich für zwei Jahre bei der Bundeswehr als Sportsoldatin, nachdem sie im Mai an ihrer ersten Individual-WM teilgenommen hatte. Zur Saison 2012/13 wechselte sie zum SV DJK Kolbermoor.[3] 2012 gewann sie im Doppel mit Petrissa Solja die German Open[4] und qualifizierte sich für den U-21-Wettbewerb der Grand Finals, wo sie aber in der Vorrunde ausschied.[5] Im Doppel mit Solja gewann sie 2013 auch die deutsche Meisterschaft. Mit ihr wurde sie im gleichen Jahr zudem Europameisterin. Im Finale besiegten sie mit Zhenqi Barthel/Shan Xiaona ein weiteres deutsches Duo mit 4:2.[6] Bei den deutschen Titelkämpfen 2014 unterlagen sie im Finale Shan Xiaona/Kristin Silbereisen.[7]

Bei der Europameisterschaft 2014 gewann Winter mit dem deutschen Team den Titel, wurde aber lediglich in der Vorrundenbegegnung gegen die Türkei eingesetzt.[8] 2015 erreichte sie erstmals einen Platz in den Top 50 der Weltrangliste, wurde wieder Europameisterin mit dem Team[9][10] und gewann im Doppel mit Solja wieder die Deutschen Meisterschaften.[11] 2016 wurde sie zum zweiten Mal Europameisterin im Doppel, diesmal zusammen mit Kristin Silbereisen. In einem deutschen Endspiel gewannen sie mit 4:3 gegen Shan Xiaona/Petrissa Solja.[12] Durch ihre erste Teilnahme am Europe Top 16, bei dem sie den sechsten Platz erreicht hatte, qualifizierte Winter sich zudem für den World Cup.[13] Dort erreichte sie die Hauptrunde und schlug Yang Ha-eun nach 0:3-Rückstand mit 4:3, wodurch sie das Viertelfinale erreichte, das gegen Feng Tianwei verloren ging.[14] 2017 erreichte sie beim Europe Top 16 den dritten Platz[15] und im April mit Weltranglistenplatz 36 eine neue Bestmarke.[16] Mit dem deutschen Team wurde sie Vize-Europameisterin,[17] schied beim World Cup aber sieglos aus.[18] Zusammen mit Huong Do Thi wurde sie 2018 zum vierten Mal Deutsche Meisterin im Doppel.[19] Im selben Jahr erreichte sie erstmals das EM-Viertelfinale im Einzel.

2019 wurde sie mit Kolbermoor Pokalsiegerin,[20] unterlag im Finale der Deutschen Meisterschaft aber dem ttc berlin eastside.[21] Nach dieser Saison kehrte sie zum TSV Schwabhausen zurück.[22] 2021 gelang ihr zum zweiten Mal der EM-Viertelfinaleinzug, im Doppel gewann sie Silber.[23] Obwohl bei der Team-EM drei von vier deutschen Top-100-Spielerinnen nicht antraten, holte sie im Oktober zudem Gold mit der Mannschaft.[24] Im Juni 2022 gewann sie erstmalig den Titel der Deutschen Meisterschaft im Einzel, den sie 2023 verteidigen konnte[25]. Im August 2022 zog sie bei der Europameisterschaft ins Halbfinale ein, das sie mit 3:4 gegen Sofia Polcanova verlor, und gewann damit ihre erste EM-Einzelmedaille.[26]

2023 gewann sie mit der Mannschaft den Europameistertitel in Malmö.[27] Zur Saison 2023/24 trat Winter zusammen mit der kompletten Tischtennisabteilung des TSV Schwabhausen zum Nachbarverein TSV Dachau 1865 über.[28]

Winter wechselte Ende 2024 auf der Rückhand von einem Offensivbelag zu einem Antitop-Belag. Dieser Materialwechsel ist im Spitzentischtennis sehr ungewöhnlich, da damit eine weitgehende Änderung des Spielsystems erforderlich wird.[29][30] Im August 2025 erreichte sie mit Weltranglistenplatz 26 eine neue Bestmarke, nachdem sie beim Europe Smash 2025 unter anderem die Weltranglistendritte Chen Xingtong geschlagen und das Viertelfinale erreicht hatte.[31] Beim WTT Champions Montpellier erreichte sie als erste Europäerin das Finale eines WTT-Champions-Turniers, wo sie der Weltranglistenfünften Wang Yidi mit 3:4 unterlag, und verbesserte erneut ihre Bestmarke als neue Nummer 16 der Welt.[32] Bereits im Februar 2026 erreichte Winter mit dem Sieg beim Europe Top 16 eine neue Bestmarke als neue Nummer 15 der Welt.[33]

Turnierergebnisse

[34]

Weitere Informationen Verband, Veranstaltung ...
VerbandVeranstaltungJahrOrtLandEinzelDoppelMixedTeamU-21
GEREuropameisterschaft2025ZadarHRVGold
GEREuropameisterschaft2024LinzAUTViertelfinaleAchtelfinale
GEREuropameisterschaft2023MalmöSWEGold
GEREuropameisterschaft2022MünchenGERHalbfinaleViertelfinaleAchtelfinale
GEREuropameisterschaft2021Cluj-NapocaROUGold
GEREuropameisterschaft2020WarschauPOLViertelfinaleSilber
GEREuropameisterschaft2018AlicanteESPViertelfinaleViertelfinale
GEREuropameisterschaft2017LuxemburgLUXSilber
GEREuropameisterschaft2016BudapestHUNAchtelfinaleGoldletzte 32
GEREuropameisterschaft2015JekaterinburgRUSletzte 32Gold
GEREuropameisterschaft2014LissabonPORGold
GEREuropameisterschaft2013SchwechatAUTGold
GEREuropameisterschaft2012HerningDENAchtelfinaleAchtelfinale
GEREuropameisterschaft2011DanzigPOL5. Platz
GEREuropameisterschaft2010OstravaCZEletzte 64letzte 327. Platz
GERJugend-Europameisterschaft (Junioren)2010IstanbulTURGold
GERJugend-Europameisterschaft (Kadetten)2007BratislavaSVKGoldSilber
GEREurope Top 162026MontreuxSUIGold
GEREurope Top 162025MontreuxSUIHalbfinale
GEREurope Top 162018MontreuxSUIViertelfinale
GEREurope Top 162017AntibesFRA3. Platz
GEREurope Top 162016GondomarPOR6. Platz
GERGrand Smash2026SingapurSINHalbfinaleletzte 24Viertelfinale
GERWTT Series (Champions)2025MontpellierFRASilber
GERWTT Series (Contender)2024DohaQATletzte 32Silber
GERWTT Series (Contender)2023DurbanRSAAchtelfinaleHalbfinale
GERWTT Series (Contender)2022ZagrebHRVletzte 32Silber
GERWTT Series (Contender)2021Novo mestoSLOAchtelfinaleSilber
GERWTT Series (Contender)2021LaškoSLOHalbfinaleAchtelfinale
GERWorld Tour2014AlmeriaESPHalbfinaleAchtelfinale
GERWorld Tour2013BremenGERletzte 64Halbfinaleletzte 32
GERWorld Tour2013MinskBLRGoldViertelfinale
GERWorld Tour2013OlmützCZEAchtelfinaleHalbfinaleHalbfinale
GERWorld Tour2012BremenGERletzte 64Goldletzte 32
GERWorld Tour2012JekaterinburgRUSletzte 32AchtelfinaleGold
GERWorld Tour2012BudapestHUNletzte 64HalbfinaleHalbfinale
GERPro Tour2011WładysławowoPOLAchtelfinale
GERPro Tour2011DortmundGERletzte 64
GERPro Tour2011VelenjeSVNletzte 64
GERPro Tour2010SuzhouCHNletzte 64Achtelfinale
GERPro Tour2010BerlinGERletzte 64
GERPro Tour2010DohaQATletzte 64Achtelfinale
GERPro Tour2008SalzburgAUTletzte 64
GERWorld Tour Grand Finals2012HangzhouCHNQual.
GERWorld Cup2025MacauMAC17.–32. Platz
GERWorld Cup2024MacauMAC17.–32. Platz
GERWorld Cup2017MarkhamCAN17.–20. Platz
GERWorld Cup2016PhiladelphiaUSAViertelfinale
GERMixed Team World Cup2025ChengduCHN3. Platz
GERWeltmeisterschaft2025DohaQATletzte 32Viertelfinale
GERWeltmeisterschaft2024BusanKORViertelfinale
GERWeltmeisterschaft2023DurbanRSAletzte 64Achtelfinale
GERWeltmeisterschaft2022ChengduCHNHalbfinale
GERWeltmeisterschaft2021HoustonUSAletzte 64Achtelfinale
GERWeltmeisterschaft2019BudapestHUNletzte 128Achtelfinale
GERWeltmeisterschaft2018HalmstadSWE9.–12. Platz
GERWeltmeisterschaft2017DüsseldorfGERletzte 64Achtelfinaleletzte 64
GERWeltmeisterschaft2016Kuala LumpurMASViertelfinale
GERWeltmeisterschaft2015SuzhouCHNletzte 64Achtelfinale
GERWeltmeisterschaft2014TokioJPNViertelfinale
GERWeltmeisterschaft2013ParisFRAletzte 32letzte 64
GERWeltmeisterschaft2012DortmundGERViertelfinale
GERWeltmeisterschaft2011RotterdamNEDletzte 128letzte 32
GERWeltmeisterschaft2010MoskauRUSHalbfinale
GERJugend-Weltmeisterschaft2009Cartagena de IndiasCOLAchtelfinaleAchtelfinaleAchtelfinale5. Platz
GERJugend-Weltmeisterschaft2008MadridESPViertelfinaleletzte 32Halbfinale
GERWorld Junior Circuit2010SeligenstadtGERHalbfinale
GERWorld Junior Circuit2010KairoEGYSilber
GERWorld Junior Circuit2009WładysławowoPOLHalbfinale
GERWorld Junior Circuit2009BratislavaSVKHalbfinale
GERWorld Junior Circuit2009Platja d’AroESPHalbfinale
GERWorld Junior Circuit2009TataHUNHalbfinale
GERWorld Junior Circuit2008TunisTUNSilber
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Literatur

  • Rahul Nelson: Portrait Sabine Winter - Gestatten: Supergirl, Zeitschrift tischtennis, 2011/7 Seite 8–13
  • Susanne Heuing: Das Winter–Märchen, Zeitschrift tischtennis, 2025/12 Seite 16–18

Einzelnachweise

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