Zuckerhefen
Gattung der Familie Saccharomycetaceae
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Die Zuckerhefen (Saccharomyces) – im Volksmund etwas ungenau meist nur Hefen genannt – bilden eine Gattung in der Abteilung der Schlauchpilze. Verschiedene Saccharomyces-Arten haben eine erhebliche gesundheitliche Bedeutung für den Menschen, so wie die verschiedenen Stämme von Saccharomyces cerevisiae, die vor allem unter den deutschen Bezeichnungen Backhefe bzw. Bierhefe bekannt sind.
| Zuckerhefen | ||||||||||||
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Backhefe (Saccharomyces cerevisiae) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Saccharomyces | ||||||||||||
| Meyen ex E.C.Hansen |
Kulturen von Saccharomyces-Arten wachsen unter idealen Bedingungen sehr rasch und können innerhalb von drei Tagen zur Reife gelangen. Ihrer Fähigkeit, verschiedene Kohlenhydrate – insbesondere Zucker – zu verwerten, verdanken diese Hefen ihren Namen (lateinisch saccharum ‚Zucker‘).
Die Zuckerhefe Saccharomyces boulardii wird als Heilmittel gegen Durchfallerkrankungen eingesetzt.
Systematik
Arten der Zuckerhefen sind u. a.:
- Saccharomyces bailii
- Saccharomyces bayanus
- Saccharomyces boulardii
- Saccharomyces carlsbergensis
- Saccharomyces cerevisiae (Backhefe)
- Saccharomyces ellipsoides
- Saccharomyces eubayanus[1]
- Saccharomyces fragilis ist Bestandteil von Kefirkulturen und wird eingesetzt, um den in Molke enthaltenen ca. 5%igen Lactose-Anteil zur Verwendung als Tierfutter umzusetzen.[2][3]
- Saccharomyces rouxii
- Saccharomyces uvarum
Literatur
- Hans Otto Schwantes: Biologie der Pilze. 1. Auflage. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8252-1871-6.