Salvatorplatz

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Der Salvatorplatz ist ein Platz in der Münchner Altstadt. Er ist benannt nach der dortigen Salvatorkirche.

Schnelle Fakten Platz in München, Basisdaten ...
Salvatorplatz
Platz in München
Salvatorplatz
Salvatorplatz mit Salvatorkirche (hinten links)
Basisdaten
Ort München
Ortsteil Altstadt
Angelegt 18. Jahrhundert
Einmündende Straßen Amiraplatz, Salvatorstraße, Jungfernturmstraße, Kardinal-Faulhaber-Straße
Bauwerke Salvatorkirche, Literaturhaus München
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr
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Literaturhaus München am Salvatorplatz

Die Kirche wurde im Jahre 1480 als Friedhofskirche errichtet. Der die Kirche umgebende Friedhof wurde im 18. Jahrhundert zum Marktplatz umgewidmet. Durch den Beschluss des Münchner Magistrats, dort eine Schule zu bauen, verlor der Markt seinen Platz und wurde in das Erdgeschoss des neuen Gebäudes integriert. Der Marktbetrieb wurde 1906 eingestellt und das Gebäude komplett zur Schule umgebaut.

Von 1657 bis 1795 (als das Gebäude zu klein wurde) stand am Salvatorplatz das Opernhaus am Salvatorplatz. Es war zugleich das erste freistehende Opernhaus in Deutschland.

Heute wird der inzwischen renovierte Platz geprägt von der seit 1829 griechisch-orthodoxen Salvatorkirche, dem 1997 eröffneten Literaturhaus München (der ehemaligen Schule), dem Palais Minucci (ehemaliges „Stammhaus“ der Buchhandlung Hugendubel von 1893 bis 2012, heute Sitz des Badezimmerausstatters Obermaier Bäder) und der 1965 von Franz Hart geplanten Salvatorgarage, einem Parkhaus. Außerdem ist er bekannt als die Adresse des bayerischen Kultusministeriums.

Die Stadt München entschied 2018, auf dem Salvatorplatz ein Denkmal für die Familie des Schriftstellers Thomas Mann zu errichten und veranstaltete dazu einen Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum. 2019 beschloss der Stadtrat, den Entwurf „Straßen Namen Leuchten“ des Künstlers Albert Coers zu realisieren.[1][2]

2025 wurde das Denkmal eingeweiht. Es besteht aus Schildern von Straßen und Plätzen u. a. in München, Frankfurt, Zürich, Rom, Paris und São Paulo, die nach Mitgliedern der Familie benannt sind, sowie aus Straßenleuchten von Orten, an denen die Manns lebten bzw. im Exil waren, wie Lübeck, Nida, Sanary-sur-Mer, New York, Los Angeles oder Kilchberg. Diese Elemente reflektieren die Internationalität der Familie, die Lebens- und Wirkungsstätten in Europa, den USA und Südamerika umfasst, und drücken die weltweite literarische Ausstrahlung und Bedeutung der Schriftstellerfamilie aus. Gleichzeitig weckt das Motiv der Leuchte Assoziationen zur literarischen, politischen und gesellschaftlichen Strahlkraft des Lebens und Werks der Familie Mann und verweist auf den Satz „München leuchtete“, mit dem Thomas Mann seine Novelle „Gladius Dei“ beginnt.[3]

Literatur

  • Reinhard G. Wittmann (Hrsg.): München Salvatorplatz. Vom Comoedie-Hauß zum Literaturhaus. Ausstellungskatalog, Beitrag von Brigitte Huber über die Geschichte des Salvatorplatzes, Literaturhaus Verlag, München 2002.[4]

Einzelnachweise

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