Sambubiose

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Sambubiose ist ein Disaccharid, das aus je einer Einheit Glucose und Xylose besteht, und natürlich als Bestandteil verschiedener Anthocyane vorkommt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Sambubiose
Allgemeines
Name Sambubiose
Andere Namen

2-O-β-D-Xylopyranosyl-β-D-glucopyranose (IUPAC)

Summenformel C11H20O10
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 26388-68-1
PubChem 69620814
ChemSpider 29434721
Wikidata Q7409104
Eigenschaften
Molare Masse 312,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

202–203 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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SNFG-Darstellung von Sambubiose

Vorkommen

Sambubiose kommt natürlich in diversen Anthocyanen vor. Das wichtigste Anthocyan der Roselle ist Delphinidin-3-O-sambubiosid[4], das von Maquibeeren (Aristotelia chilensis) ist Delphinidin-3-O-sambubiosid-5-O-glucosid.[5] Eines der wichtigsten Anthocyane im schwarzen Holunder ist Cyanidin-3-O-sambubiosid.[6] Davidsonia pruriens enthält Sambubioside von Cyanidin, Delphinidin und Peonidin.[7] Hibiscus mutabilis enthält Quercetin-Sambubiosid.[8] Auch diverse Arten der Gattung Rubus enthalten Sambubioside.[9] Verschiedene Blumen (darunter der Goldlack, das Einjährige Silberblatt und die Garten-Levkoje) enthalten Sambubioside, bei denen die Sambubiose zusätzlich acyliert ist, wobei die vorkommenden Acylreste von der Cumarinsäure, Kaffeesäure und Ferulasäure abstammen.[10][11]

Synthese

Eine Synthese von Sambubiose ist möglich mittels der Trichloracetimidat-Methode aus Allyl-3,5,6-tri-O-benzyl-β-D-glucofuranosid[12] und 2,3,4-tri-O-acetyl-D-xylopyranosyl-alpha-trichloracetimidat mit Trimethylsilyltriflat als Katalysator. Das Produkt dieser Reaktion muss nur noch entschützt werden, um Sambubiose zu erhalten.[1]

Nachweis

Nach Umwandlung in einen Oximether und Derivatisierung mit Trimethylsilylgruppen kann Sambubiose durch GC-MS nachgewiesen werden.[13]

Einzelnachweise

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