Samuel E. Wright

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Samuel Ernest Wright (* 20. November 1946 in Camden, South Carolina; † 24. Mai 2021 in Walden, Orange County, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Sänger, der von 1968 bis 2008 aktiv war. Einige Quellen nennen als Sterbeort Montgomery.[1][2][3][4]

Samuel E. Wright, 1981

Bekannt wurde Wright vor allem als englische Originalstimme von Sebastian in Disneys Zeichentrickfilm Arielle, die Meerjungfrau aus dem Jahr 1989, für den er den Lead-Gesang zum Lied Under the Sea beisteuerte,[5] das mit dem Oscar in der Kategorie „Best Original Song“ ausgezeichnet wurde. Er spielte Dizzy Gillespie in Clint Eastwoods Film Bird von 1988, dem biografischen Film über Charlie Parker. Wright verkörperte außerdem Mufasa in der Originalbesetzung des Broadway-Musicals Der König der Löwen und sprach Kron, den Iguanodon, im Animationsfilm Dinosaurier aus dem Jahr 2000.[1][2]

Leben

Wright wurde 1946 als Sohn von Richard Randolph Wright und Louise Cooper in Camden im US-Bundesstaat South Carolina geboren, wo er die High School besuchte und sich für Sport und Kunst engagierte. Er hatte einen älteren Bruder namens Richard Randolph Wright Jr.[4][6][7]

Er lernte seine Frau Amanda Wright, eine Tanzregisseurin, bei einer Aufführung von William Shakespeares The Two Gentlemen of Verona im Londoner West End kennen.[6] Sie heirateten am 14. Juni 1974 und hatten gemeinsam drei Kinder: Keely, Dee und Sam Jr.[7][8][9]

Nachdem er sich aus der aktiven Schauspielerei zurückgezogen hatte, lebte er zusammen mit seiner Frau in Walden im Orange Country des US-Bundesstaats New York, wo er eine Schauspielschule namens Hudson Valley Conservatory betrieb.[1]

Wright starb im Alter von 74 Jahren an den Folgen von Prostatakrebs, der drei Jahre zuvor diagnostiziert wurde. Er fand seine letzte Ruhe auf dem Wallkill Valley Cemetery in Walden.[10][11]

Karriere

1968 zog Wright nach New York City, um sich ganz seiner Schauspielkarriere zu widmen. Er ersetzte 1972 Ben Vereen in der Hauptrolle in Pippin. 1974 übernahm er die Rolle des Sam in Over Here! am Broadway.[4][6][12][13][14][15]

Wright spielte Officer Turk Adams in der Fernsehserie Enos, einem Ableger von Ein Duke kommt selten allein (1980–81).[16] Für seine Rolle in The Tap Dance Kid wurde er 1984 für einen Tony Award als bester Nebendarsteller in einem Musical nominiert. 1988 verkörperte den Jazz-Trompeter Dizzy Gillespie im Film Bird von Clint Eastwood.[17]

1991 spielte er Bürgermeister Joe Clark in Mule Bone.[6][18] 2005 spielte er Jericho in der kurzlebigen Fox-Serie Jonny Zero.[16]

Neben seiner Arbeit auf der Bühne und vor der Kamera war Wright auch in der Fernsehwerbung zu sehen, so spielte er in Werbespots für Fruit of the Loom und Bounce Dryer Sheets.[1] Im deutschen Sprachraum wurde Wright unter anderem von Leon Boden, Kurt Goldstein, Till Hagen, Joachim Kemmer, Fabian Körner, Reinhard Kuhnert, Peter Musäus, Hans-Michael Rehberg, Holger Schwiers, Michael Telloke und Ron Williams synchronisiert.[19]

Musik und Synchronarbeit

Im Jahr 1973 veröffentlichte Wright die Soul-Single There’s Something Funny Going On, mit Three Hundred Pounds of Hungry als B-Seite, bei dem Musiklabel Paramount Records.[20]

1988 sprach er den Off-Kommentar im Dokumentarfilm Thelonious Monk: Straight, No Chaser, der von Clint Eastwood produziert wurde. Er sang und nahm mehrere Lieder für den Zeichentrickfilm Arielle, die Meerjungfrau von Walt Disney Pictures auf, in dem er Sebastian, die Krabbe, sprach.[8] Bekannt wurde er insbesondere durch die Lieder Under the Sea und Kiss the Girl. Er sprach Sebastian auch in den Fortsetzungen und Ablegern von Arielle, die Meerjungfrau, darunter The Little Mermaid 2: Return to the Sea und The Little Mermaid: Ariel’s Beginning – letzteres war seine letzte Synchronrolle. Er veröffentlichte zudem mehrere Alben im Reggae-Stil, darunter Sebastian from The Little Mermaid und Sebastian: Party Gras!. Das karibisch geprägte Nachfolgealbum zum Soundtrack von Arielle, die Meerjungfrau (Walt Disney Company, Buena Vista Pictures Distribution, 1990) wurde mit Gold ausgezeichnet.[21]

Wright sprach außerdem Kron, den Anführer der Iguanodon-Herde, im Disney-Zeichentrickfilm Dinosaurier. Wright missfiel es, dass seine Figur im Film vom Carnotaurus getötet wurde, da er glaubte, Kron sei nicht wirklich böse – er habe lediglich seine Sturheit nicht kontrollieren können.[1][16]

Auszeichnungen

Er wurde zweimal für den Tony Award am Broadway in der Kategorie „Bester Nebendarsteller in einem Musical“ nominiert: 1984 für The Tap Dance Kid und 1998 für seine Rolle als Mufasa im Musical Der König der Löwen.[6]

Filmografie (Auswahl)

Computerspiele

  • 1992: Ariel: The Little Mermaid
  • 1997: Ariel’s Story Studio
  • 1999: Arcade Frenzy
  • 2000: Die kleine Meerjungfrau 2
  • 2000: Dinosaur
  • 2000: Disney’s Activity Center: The Little Mermaid II: Return to the Sea

Theater (Auswahl)

  • 1971–1973: Jesus Christ Superstar (Mark Hellinger Theatre, Broadway, New York City)
  • 1971–1973: Two Gentlemen of Verona (St. James Theatre, Broadway, New York City)
  • 1972–1977: Pippin (Imperial Theatre und Minskoff Theatre, Broadway, New York City)
  • 1974–1975: Over Here! (Shubert Theatre, Broadway, New York City)
  • 1983–1985: The Tap Dance Kid (Broadhurst Theatre und Minskoff Theatre, Broadway, New York City)
  • 1988: I’m Not Rappaport (Ogunquit Playhouse, Ogunquit, Maine)
  • 1988: I’m Not Rappaport (Public Theater, Pittsburgh, Pennsylvania)
  • 1988: I’m Not Rappaport (Cape Playhouse, Dennis, Massachusetts)
  • 1989: Welcome to the Club (Music Box Theatre, Broadway, New York City)
  • 1991: Mule Bone (Ethel Barrymore Theatre, Broadway, New York City)
  • 1998: The Lion King (New Amsterdam Theatre, Broadway, New York City)
  • 2014: Murder Among Friends(New Theatre Restaurant, Overland Park, Kansas)
Commons: Samuel E. Wright – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Samuel E. Wright – Zitate (englisch)

Einzelnachweise

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