Samuel Matlovsky
US-amerikanischer Schauspieler
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Samuel Matlovsky (* 27. Oktober 1921 in der Panamakanalzone, Panama; † 17. Februar 2004 in Haverhill, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Komponist in Film und Fernsehen.[1]
Leben und Karriere
Der 1921 in der Panamakanalzone geborene Samuel Matlovsky startete seine musikalische Laufbahn nach seiner Übersiedlung nach Frankreich und der Aufnahme als jüngster Student am Pariser Konservatorium. Im Pazifikkrieg des Zweiten Weltkriegs leistete er seinen Armeedienst in der Marine. Nach dem Krieg ging er nach New York City, wo er mit Künstlern wie Martha Graham, Lotte Lenya und Zero Mostel arbeitete und George Gershwins Oper Porgy and Bess dirigierte. Darüber hinaus wurde er als musikalischer Leiter von Off-Broadway-Stücken wie der Dreigroschenoper und Mutter Courage des Autors Bertolt Brecht tätig. In den 1950er Jahren organisierte er seine Rückkehr nach Europa, wo er mit Eartha Kitt und Orson Welles tourte, später ging er auch noch mit der Porgy and Bess-Truppe dort auf Tournee. Zu Beginn der 1960er Jahre übersiedelte er nach Kalifornien, um in Hollywood als Komponist für Film und Fernsehen zu arbeiten.[2]
1962 komponierte er dort die Filmmusik für Robert Lewins Filmdrama Third of a Man mit Simon Oakland, James Drury und Jan Shepard in den Hauptrollen. 1966 schrieb er die Musik zu László Benedeks Abenteuerfilm Namu, der Raubwal mit Robert Lansing, John Anderson, Robin Mattson, Richard Erdman und Lee Meriwether. Noch im selben Jahr entstand die Komposition für Andrew Martons Science Fiction-Komödie Mr. Bird geht in die Luft in der Besetzung Soupy Sales, Tab Hunter und Arthur O’Connell. 1967 steuerte Matlovsky die Musik zu Curtis Harringtons Filmproduktion Satanische Spiele mit Simone Signoret, James Caan und Katharine Ross bei. Im selben Jahr untermalte er noch das Familiendrama Der sanfte Ben von Regisseur James Neilson mit seiner Musik. In den Hauptrollen waren Dennis Weaver, Vera Miles und Ralph Meeker zu sehen. In den 1970er Jahren komponierte Samuel Matlovsky für das Kino noch die Musik zu den beiden Tierfilmen Salty der Seelöwe mit Mark Slade und Fish Hawk mit Will Sampson.
Für das Fernsehen entstanden zwischen den 1960er und 1980er Jahren Kompositionen für Fernsehfilme und Episoden für namhafte Serien wie Flipper, Der Strafverteidiger, Raumschiff Enterprise, Salty oder Philip Marlowe, Private Eye.
Matlovsky verstarb im Februar 2004 im Alter von 82 Jahren in seinem Heim in Haverhill.[3] Er hinterließ zwei Töchter, einen Bruder, eine Schwester und zwei Enkel.
Filmografie (Auswahl)
Kino
- 1962: Third of a Man
- 1966: Namu, der Raubwal (Namu, the Killer Whale)
- 1966: Mr. Bird geht in die Luft (Birds Do It)
- 1967: Satanische Spiele (Games)
- 1967: Der sanfte Ben (Gentle Giant)
- 1973: Salty der Seelöwe (Salty)
- 1979: Fish Hawk
Fernsehen
- 1966: The Dangerous Days of Kiowa Jones (Fernsehfilm)
- 1966–1967: Flipper (Fernsehserie, 28 Episoden)
- 1967: Der Strafverteidiger (Fernsehserie, 1 Episode)
- 1967: Raumschiff Enterprise (Fernsehserie, 1 Episode)
- 1967: Wings of Fire (Fernsehfilm)
- 1974: Salty (Fernsehserie, 4 Episoden)
- 1977: The Fighting Men (Fernsehfilm)
- 1981: The July Group (Fernsehfilm)
- 1986: Philip Marlowe, Private Eye (Fernsehserie, 6 Episoden)
Kurzfilm
- 1953: Oil – The Invisible Traveler
Weblinks
- Nachruf auf Samuel Matlovsky in Variety
- Samuel Matlovsky bei IMDb
- Samuel Matlovsky in der Internet Broadway Database (englisch)
- Samuel Matlovsky bei Discogs
- Samuel Matlovsky bei AllMusic (englisch)