Sandnessjøen
Stadt in Norwegen
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Sandnessjøen ist eine Stadt in der norwegischen Kommune Alstahaug in der Provinz (Fylke) Nordland. Die Stadt stellt das Verwaltungszentrum von Alstahaug dar und hat 6110 Einwohner (Stand: 1. Januar 2025).[1] Bis 1964 war Sandnessjøen eine eigenständige Kommune.
| Sandnessjøen | |||
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| Basisdaten | |||
| Staat | |||
| Provinz (fylke) | Nordland | ||
| Gemeinde (kommune): | Alstahaug | ||
| Koordinaten: | 66° 1′ N, 12° 37′ O | ||
| Einwohner: | 6.110 (1. Januar 2025) | ||
| Fläche: | 4,34 km² | ||
| Bevölkerungsdichte: | 1408 Einwohner je km² | ||
| Höhe: | 21 moh. | ||
| Verkehr | |||
| Straße: | Fylkesvei 17 | ||
| Nächster Flughafen: | Flughafen Sandnessjøen, Stokka | ||
Blick auf Sandnessjøen | |||
Geografie und Einwohner
Sandnessjøen ist ein sogenannter Tettsted, also eine Ansiedlung, die für statistische Zwecke als eine städtische Siedlung gewertet wird.[1]
Die Stadt liegt im Nordwesten der Insel Alsta, der Hauptinsel der Kommune Alstahaug. Die Insel hat im Westen einen breiteren Küstenstreifen, im Osten befindet sich die Gebirgskette „Sieben Schwestern“ (bokmål De syv søstre, nynorsk Dei sju søstre). Die dortigen Berge erreichen teilweise Höhen von über 1000 moh. Zwischen der Gebirgskette und der Stadt schneidet sich von Nordosten kommend der Botnfjord in die Insel ein.[2]
Der Großteil der Einwohner der Kommune Alstahaug lebt in Sandnessjøen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1669 erhielt Sandnessjøen Handelsprivilegien. Im Jahr 1890 hatte die heutige Stadt 390 Einwohner. Nachdem die Stadt 1893 Anlaufstelle für die Schiffe der Hurtigruten wurde, kam es zu einem größeren Aufschwung. Im Jahr 1999 erhielt Sandnessjøen durch den Beschluss des Kommunalparlaments von Alstahaug den Stadtstatus.[4]
Sandnessjøen war bis Ende 1964 eine eigenständige Kommune. Sie wurde zum 1. Juli 1899 unter dem Namen Stamnes von Alstahaug abgespalten. Bei ihrer Gründung hatte sie 2673 Einwohner. Im Jahr 1915 wurde die Kommune Leirfjord mit 2003 Einwohnern von Stamnes abgetrennt. Stamnes verblieb im Zuge dessen mit 1059 Bewohnern. Die Umbenennung der Kommune erfolgte schließlich im Jahr 1948. Zum 1. Januar 1965 ging Sandnessjøen gemeinsam mit Tjøtta in Alstahaug auf. Sandnessjøen brachte 3856 Personen und eine Fläche von rund 45 km² in die Kommune ein.[5][6]
Wirtschaft und Verkehr
Sandnessjøen nimmt die Rolle als Verkehrsknotenpunkt und regionales Zentrum für Handel und Gewerbe ein.
Verkehr
Vom Festland im Norden führt die Helgelandsbrua auf die Alsta, wo sie in der Nähe der Stadt anlandet. Die Brücke ist 1065 Meter lang und wurde 1991 eröffnet. Sie ist Teil des Fylkesveis 17, der von Sandnessjøen aus weiter in den Süden der Kommune Alstahaug führt. Er ist auch unter dem Namen „Küstenstraße“ (Kystriksveien) bekannt.[2][7]
Der Hafen der Stadt ist Anlegestelle der Hurtigruten-Schiffe. Zudem bestehen von dort auch weitere Fährverbindungen.[8] Rund zehn Kilometer südwestlich der Stadt befindet sich der Flughafen Sandnessjøen, Stokka. Von dort bestehen Fluglinien nach Bodø, Brønnøysund, Oslo und Trondheim.[9]
Wirtschaft
Für die lokale Wirtschaft ist die Industrie von größerer Bedeutung. Diese wird von Offshore-Produkten wie dem Bau von Schiffen und Bohrinseln dominiert. Bei Sandnessjøen befindet sich eine Versorgungsbasis für die Suche von Erdöl.[3][4]
Die Stadt ist zudem Ausgangspunkt für viele Touristen auf dem Weg zu den Sieben Schwestern und dem Vega-Archipel.[3]
Kirche
Die Sandnessjøen kirke ist eine Holzkirche mit 323 Sitzplätzen. Sie hat einen kreuzförmigen Grundriss. Das Kircheninnere wurde im Jahr 1964 renoviert.[10]
- Blick auf die Stadt aus dem Osten
- Sandnessjøen und die „Sieben Schwestern“
- Helgelandsbrua, nördlich von Sandnessjøen
Persönlichkeiten
- Torolf Prytz (1858–1938), Architekt
- Leif Bryde Lillegard (1918–1994), Schriftsteller
- Odd Eriksen (1955–2023), Politiker
- Kine Elisabeth Steinsvik (* 1976), Juristin
- Andreas Nygaard (* 1990), Skilangläufer
- Sander Rølvåg (* 1990), Curler
Weblinks
- Sandnessjøen im Store norske leksikon (norwegisch)
- Ehemalige Kommune Sandnessjøen im Store norske leksikon (norwegisch)
