Sandro Scheer
deutscher Politiker (AfD)
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Leben
Scheer besuchte die Grund- und Hauptschule in Uhingen. Anschließend absolvierte er eine Berufsausbildung zum Zentralheizungs- und Lüftungsbauer in Geislingen an der Steige. Von 1997 bis 2011 war er Offizier bei der Bundeswehr. Von 2011 bis 2017 betrieb er einen Gebrauchtwagenhandel in Ebersbach an der Fils.[1] Von 2017 bis zu seinem Einzug in den Landtag 2025 war er als Referent eines Bundestagsabgeordneten tätig.
Scheer ist verheiratet, dreifacher Vater und lebt in Ebersbach an der Fils.
Politik
Scheer ist Mitglied der AfD. Er ist seit 2020 Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Göppingen; ein Amt, das er bereits 2016 kurzzeitig innehatte. Seit 2024 ist er Mitglied des Landesvorstands der AfD Baden-Württemberg. Seit 2024 ist er Mitglied des Gemeinderats von Ebersbach, des Kreistags des Landkreises Göppingen und der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 kandidierte Scheer als Ersatzkandidat von Hans-Jürgen Goßner im Landtagswahlkreis Göppingen. Er rückte am 1. April 2025 für Goßner nach dessen Mandatsverzicht in den Landtag nach.[2] Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 zog Scheer über die Landesliste der AfD, auf der er Platz 11 belegte, wieder in den Landtag ein.[3]
Strafverfahren
Scheer musste sich 2019 wegen des Vorwurfs der üblen Nachrede vor dem Amtsgericht Esslingen am Neckar verantworten. Er hatte im April 2018 – kurz nach der Amokfahrt in Münster – auf Facebook ein Bild eines Mannes mit iranischen Wurzeln gepostet, das mit folgendem Text überschrieben war: „Das ist nun also Jens R. Deutscher. Ich erinnere mich noch sehr gut an Anis Amri. Da war auch mehrere Tage ein polnischer LKW Fahrer der Täter hätte man den Verantwortlichen geglaubt.“ Der Mann auf dem Bild hatte mit der Tat in Münster allerdings nichts zu tun. Scheer wurde im Prozess von Dubravko Mandic anwaltlich vertreten. Scheer wurde schließlich vom Richter mit Vorbehalt einer Geldstrafe verwarnt.[4]
Weblinks
- Abgeordnetenprofil von Sandro Scheer auf der Website des Landtags von Baden-Württemberg