Sandro Wiesner

deutscher Brigadegeneral From Wikipedia, the free encyclopedia

Sandro Wiesner (* 26. Juli 1966 in Hannover[1]) ist ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und seit Oktober 2022 Kommandeur des Kommando Feldjäger der Bundeswehr.

Leben

Wiesner trat 1985 als Offizieranwärter der Feldjägertruppe in die Bundeswehr ein und absolvierte von 1985 bis 1987 die Ausbildung zum Feldjägeroffizier, bevor er als Zugführer einen Zug in der 3. Kompanie des Feldjägerbataillons 720 (FJgBtl 720) in Hannover übernahm. Von 1988 bis 1992 schloss sich ein Studium der Pädagogik an der Universität der Bundeswehr Hamburg an, bevor er abermals bis 1995 als Zugführer und Einsatzoffizier in Hannover eingesetzt wurde. Von 1995 bis 1996 führte er das Feldjägerkommando auf der CFB Shilo in Manitoba in Kanada, bevor er 1997 für kurze Zeit Kompaniechef der 3./FJgBtl 720 in Hannover war. Bis 1999 war er im Anschluss Hörsaalleiter für Personenschutz in der II. Inspektion an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in Stetten am kalten Markt.

Von 1999 bis 2001 absolvierte Wiesner den 42. Generalstabsdienstlehrgang des Heeres an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Seine erste Verwendung nach diesem Lehrgang führte ihn von 2001 bis 2003 als Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) ins Zentrum für Transformation der Bundeswehr in Waldbröl, wo er mit dem Streitkräfteeinsatz 2020 und Zukunftsanalyse befasst war, sowie von 2003 bis 2005, ebenfalls als G 3, ins Heeresführungskommando nach Koblenz. Danach schloss sich eine Verwendung als Referent im Führungsstab des Heeres in Bonn an. Ab 2007 war Sandro Wiesner Bataillonskommandeur des Feldjägerbataillons 251 in Mainz und während dieser Verwendung 2007 sowie 2009/2010 als Feldjägerführer des deutschen Einsatzkontingentes der International Security Assistance Force in Afghanistan. 2010 bis 2011 war er als Referent für Personalführung im Referat PSZ I 2 (Koordination Personalführung B 6 – B 10) und von 2012 bis 2013 im Referat PSZ II 2 (Koordination Personalführung B 3 – B 10) im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in Bonn eingesetzt. Von 2013 bis 2015 war er Regimentskommandeur des Feldjägerregiment 2 in Hilden, 2015 bis 2017 Referatsleiter III 1.2 (Personalführung A 13 – A 16 Generalstabsdienst) im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln, anschließend von 2017 bis 2019 Referatsleiter P I 3 (Zentrale Aufgaben/Leistungsprozess Personal/Digitalisierung) im BMVg und von 2019 bis 2022 Unterabteilungsleiter III Z (Zentrale Aufgaben/Steuerung) und stellvertretender Abteilungsleiter III im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln.

Im Oktober 2022 wurde Wiesner Kommandeur des Kommandos Feldjäger der Bundeswehr und ist somit Feldjägerführer und höchster Feldjägeroffizier der Bundeswehr.[2] Auf diesem Dienstposten erfolgte im April 2023 die Ernennung zum Brigadegeneral.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

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