Sara Lodge

britische Literaturwissenschaftlerin und Autorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Sara Lodge ist eine britische Literaturwissenschaftlerin und Autorin, die an der University of St Andrews lehrt und auf Literatur und Kultur des 19. Jahrhunderts spezialisiert ist.[1] Aufmerksamkeit erlangte sie mit The Mysterious Case of the Victorian Female Detective (2024).[2]

Leben

Geboren und aufgewachsen in Edinburgh[1] erwarb Lodge einen Bachelor of Arts (B.A.) an der University of Cambridge sowie einen Doktor der Philosophie (D.Phil.) an der University of Oxford. Nach Abschluss ihres Studiums kam sie als Post Graduate mit einem Quaker-Stipendium zur UNO nach New York, wo sie u. a. Reden für den Generalsekretär Kofi Annan schrieb.[3] 2002 wechselte sie an die University of St Andrews[1], wo sie in der School of English unter anderem auch Speeches and Speechwriting unterrichtet.[3] Neben ihrer akademischen Tätigkeit arbeitet sie als Journalistin, Redenschreiberin[3] und Hörfunkautorin.[1]

Wirken

Lodges Forschung befasst sich mit populärer Kultur des 19. Jahrhunderts, Theater und Periodika sowie Grenzgängern zwischen Literatur, Bildkunst, Musik und Naturwissenschaften.[1] Bereits in einem ihrer ersten Aufsätze, 1998, befasste sie sich dem englischen Humoristen Thomas Hood und dessen Deutschlandreise 1835 bis 1840.[4] Als Journalistin schreibt sie für das Times Literary Supplement, die Irish Times, den Literary Review, das Wallstreet Journal und den Washington Examiner.[5]

The Mysterious Case of the Victorian Female Detective

In The Mysterious Case of the Victorian Female Detective zeichnet Lodge die bislang unterschätzte Rolle von Frauen im Polizeidienst im viktorianischen Großbritannien nach und kontrastiert sie mit den populären Figuren der Bühne und Unterhaltungsliteratur.[2] Das Buch zeigt, wie die sogenannte searchers bereits seit den 1840er-Jahren im Polizeidienst eingesetzt wurden, weibliche Verdächtige durchsuchten und riskante verdeckte Ermittlungen übernahmen.[6] Die Sunday Times würdigte die Studie anhand von Fallbeispielen wie der verdeckten Ermittlerin Clara Jolly Death und betonte ihren Beitrag zu einem neuen Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen.[7] Für den Wolfson History Prize war das Buch 2025 in der engeren Auswahl.[8]

Schriften

  • Charlotte Bronte - Jane Eyre. Red Globe Press 2009. (Readers’ Guides to Essential Criticis. 31.) ISBN 978-0-23051815-5
  • Thomas Hood and Nineteenth-Century Poetry: Work, Play, and Politics. Manchester University Press 2013. ISBN 978-0-71908787-5
  • Inventing Edward Lear. Harvard University Press 2018. ISBN 978-0-67497115-8
  • The Mysterious Case of the Victorian Female Detective. Yale University Press 2024. ISBN 978-0-30027788-3

Sara Lodge hat über 40 Essays zum Themenbereich Literatur und Kultur des 19. Jahrhunderts verfasst.[9]

Einzelnachweise

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