Sarrod

Stadtteil von Steinau an der Straße From Wikipedia, the free encyclopedia

Sarrod ist ein Stadtteil von Steinau an der Straße im osthessischen Main-Kinzig-Kreis.

Schnelle Fakten Stadt Steinau an der Straße ...
Sarrod
Koordinaten: 50° 21′ N,  24′ O
Höhe: 362 (345–377) m ü. NHN
Fläche: 8,27 km²[1]
Einwohner: 234 (30. Juni 2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Eingemeindet nach: Ulmbach
Postleitzahl: 36396
Vorwahl: 06667
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Geographie

Geographische Lage

Sarrod liegt im Norden des Main-Kinzig-Kreises etwa 8 km nordwestlich vom Hauptort im Vogelsberg. Durch den Ort führt die Landesstraße 3178.

Nachbarorte

Sarrod grenzt im Norden an den Ort Rabenstein, im Osten an den Ort Ulmbach, im Südosten an Steinau, im Süden an den Ort Marborn, im Südwesten an den Ort Kerbersdorf, im Südwesten an den Ort Katholisch-Willenroth und im Nordwesten an den Ort Obersotzbach.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Sarrod erfolgte unter dem Namen Sarrenroth im Jahr 1292. Hier wird Sarrod als Dorf bezeichnet. Im 15. Jahrhundert wird das Dorf als Wüstung und 1684 als adliges Gut erwähnt.[1]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde zum 1. April 1972 die Gemeinde Sarrod auf freiwilliger Basis in die Nachbargemeinde Ulmbach eingegliedert. Dabei wurden die Wohnplätze Rabenstein und Rebsdorf der ehemaligen Gemeinde Sarrod als eigene Ortsteile in der Gemeinde Ulmbach geführt. Die Gemeinde Ulmbach wurde zum 1. Juli 1974 kraft Landesgesetz in die Stadt Steinau, heute „Steinau an der Straße“, eingemeindet.[3][4] Alle Ortsteile vom Ulmbach (Sarrod, Rabenstein und Rebsdorf) wurden Stadtteile, für die je ein Ortsbezirk eingerichtet wurde.[5]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Sarrod angehört(e):[1][6]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Sarrod 231 Einwohner. Darunter waren 3 (1,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 108 waren zwischen 18 und 49, 48 zwischen 50 und 64 und 30 Einwohner waren älter.[9] Die Einwohner lebten in 84 Haushalten. Davon waren 21 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen leben keine Senioren.[9]

Einwohnerentwicklung

 1790:9 halbe Bauern, 5 Hintersiedler, 7 Hüttner[1]
 1812:22 Feuerstellen, 202 Seelen[1]
Sarrod: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2022
Jahr  Einwohner
1812
 
202
1834
 
371
1840
 
375
1846
 
414
1852
 
391
1858
 
376
1864
 
364
1871
 
326
1875
 
337
1885
 
339
1895
 
296
1905
 
292
1910
 
298
1925
 
291
1939
 
303
1946
 
456
1950
 
418
1956
 
344
1961
 
348
1967
 
352
1970
 
336
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2008
 
261
2011
 
231
2015
 
226
2022
 
234
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Stadt Steinau[10][2]; Zensus 2011[9]

Historische Religionszugehörigkeit

 1885:11 evangelische (= 3,24 %), 328 katholischer (= 96,76 %) Einwohner[1]
 1961:17 evangelische (= 4,89 %), 331 katholische (= 95,11 %) Einwohner[1]

Politik

Ortsbeirat

Für Sarrod besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Sarrod) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[5] Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 56,06 %. Alle Kandidaten gehören der „Freien Wählerliste Sarrod“ an.[11] Der Ortsbeirat wählte Helmut Stein zum Ortsvorsteher.[12]

Gemeindepartnerschaft

Zwischen der ungarischen Gemeinde Sarród im Kreis Sopron und Sarrod besteht seit dem Jahre 2000 eine Gemeindepartnerschaft.

Anmerkungen und Einzelnachweise

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