Satsuki Katayama
japanische Politikerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Satsuki Katayama (japanisch 片山 さつき Katayama Satsuki; geboren 9. Mai 1959 in Saitama) ist eine japanische Politikerin. Sie ist seit dem 21. Oktober 2025 Finanzministerin in den Kabinetten Takaichi I und Takaichi II.

Leben
Satsuki Katayama ist die Tochter von Noriko und Yasuro Tomonaga. Ihre Mutter studierte an der Tōkyō Joshi Daigaku, ihr Vater war Professor der Naturwissenschaften an der Universität Utsunomiya. Katayama schloss 1982 ihr Jurastudium an der Tokio-Universität (東京大学 Tōkyō Daigaku) ab. Anschließend bestand sie die Aufnahmeprüfung für eine Position im Finanzministerium. Sie studierte 1985 mit einem staatlichen Stipendium an der Verwaltungsakademie École nationale d’administration (Nationale Hochschule für Verwaltung) in Paris.[1]
1989 wurde sie Leiterin des Finanzamtes Kaida in Hiroshima und wurde damit die erste Frau, die eine solche leitende Stellung in einem Finanzamt innehatte. Zwei Jahre später wurde sie als erste Frau in die japanischen Regierungsdelegation des G7-Gipfels berufen. Ihre nächste Position bekleidete sie 1998 in Yokohama als Leiterin der Abteilung Allgemeine Angelegenheiten beim Zollamt Yokohama.[2]
Sie hatte im Laufe ihrer beruflichen Karriere verantwortungsvolle Positionen inne, darunter die der Hauptprüferin im Haushaltsbüro, der zentralen Abteilung des Finanzministeriums, die den Staatshaushalt aufstellt. Im Jahr 2004 wurde sie als erste Frau zur Haushaltsprüferin befördert und war für die Zuweisung der Verteidigungsausgaben zuständig.[3]
Sie ist seit ihrem 31. Lebensjahr in zweiter Ehe mit Ryutaro Katayama verheiratet. Das Paar hat keine Kinder.[4]
Politische Karriere
2005 wurde Satsuki Katayama erstmals als Mitglied der Liberaldemokratischen Partei ins Parlament gewählt.[2] Bei den Parlamentswahlen 2009 verlor sie jedoch ihren Sitz, den sie bei den Wahlen zum Oberhaus 2010 wieder einnehmen konnte.[3]
Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 war sie federführend bei der Ausarbeitung von Gesetzesentwürfen für die Krisenregion, die sie häufig besuchte, darunter das Gesetz zur Entlastung von Doppelhypotheken und die Gesetze zu Methoden der Trümmerbeseitigung.[1] Sie war dann 2013 im Haushaltsausschuss tätig und wurde 2014 Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung.
In den Jahren 2016 und 2022 wurde sie wiedergewählt.[1]
Satsuki Katayama bekleidete in ihrer Zeit als Abgeordnete verschiedene Regierungsämter: 2005 war sie Parlamentarische Staatssekretärin für Wirtschaft, Handel und Industrie, 2012 Parlamentarische Staatssekretärin für Inneres und Kommunikation. 2018 wurde sie Ministerin für regionale Wiederbelebung nach einer Umbildung im Kabinett Shinzō Abe IV.[2]
2025 ernannte sie die neue Premierministerin Sanae Takaichi zur Finanzministerin. Damit wurde Satsuki Katayama zu einer der zwei Frauen im Kabinett Takaichi I und zur ersten Frau, die in Japan das Finanzministerium leitet, eine für die japanische Wirtschaft wesentliche Position.[3] Katayama war vorher eine wichtige Unterstützerin Takaichis beim innerparteilichen Führungskampf gewesen.[5]