Saubole

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Saubole ist eine französische Gemeinde mit 156 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Pays de Morlaàs et du Montanérès (bis 2015: Kanton Morlaàs).

Schnelle Fakten
Saubole
Saubole (Frankreich)
Saubole (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Pau
Kanton Pays de Morlaàs et du Montanérès
Gemeindeverband Nord Est Béarn
Koordinaten 43° 19′ N,  7′ W
Höhe 318–391 m
Fläche 5,10 km²
Einwohner 156 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 31 Einw./km²
Postleitzahl 64420
INSEE-Code

Pfarrkirche Saint-Barthélemy
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Der Name der Gemeinde lautet in der gascognischen Sprache Sauvòla.[1]

Der Name ist eine Ableitung des gascognischen Worts selvola (deutsch Ort, an dem es einen Wald gibt).[2]

Geographie

Saubole liegt ca. 25 km östlich von Pau in der historischen Provinz Béarn am östlichen Rand des Départements und grenzt im Nordosten und im Südosten an Enklaven des benachbarten Départements Hautes-Pyrénées.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Lombia Séron
(Hautes-Pyrénées)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Aast
Eslourenties-Daban Gardères
(Hautes-Pyrénées)

Saubole liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour.

Zwei seiner Nebenflüssen durchqueren das Gebiet der Gemeinde,

  • der Louet und
  • der Lées, hier Grand Lées genannt, mit seinen Zuflüssen,
    • dem Hourquet und
    • dem Petit Lées.[3]

Geschichte

Das Dorf ist im 13. Jahrhundert erstmals in den Schriften erwähnt, aber eine Besiedelung des Landstrichs hat weit vorher stattgefunden, wie zahlreiche Hügelgräber zeigen, die heute eingeebnet sind. Im Mittelalter wurde das Gebiet der heutigen Gemeinde von Pilgern auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela durchquert. Bei der Volkszählung des Béarn im Jahre 1385 wurden in Saubole sieben Haushalte gezählt, und das Dorf gehörte zur Bailliage von Montaner. Bis zum Jahre 1570 hat sich das Dorf offensichtlich noch nicht sehr entwickelt, denn es wurden dann nur fünf oder sechs Häuser gezählt. Der Grundherr war in dieser Zeit der Komtur der Benediktinerabtei von Saint-Lézer in der Nähe von Tarbes.[2][4]

Toponyme und Erwähnungen von Saubole waren:

  • Seubole (13. Jahrhundert, fors de Béarn, Manuskript aus dem 14. Jahrhundert),
  • Seuvola (14. Jahrhundert, Volkszählung des Béarn),
  • Seeubola und Saubola (1544 bzw. 1548, réformation de Béarn, Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts, B. 758, Blatt 1),
  • Saubole (1750, Karte von Cassini),
  • Sanbote (1793, Notice Communale) und
  • Saubole (1801, Bulletin des Lois).[4][5][6]

Einwohnerentwicklung

Die Gemeinde erreichte einen ersten Höchststand ihrer Größe mit rund 145 Einwohnern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Folge reduzierte sich die Einwohnerzahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1930er Jahren auf 75. Anschließend setzte eine Wachstumsphase bis in die 1960er Jahre ein. In dieser Zeit lebten rund 100 Einwohner in der Gemeinde. Bis zur Jahrtausendwende stagnierte die Größe der Gemeinde, bis ein starkes Wachstum einsetzte, das noch heute andauert.

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner999489869178108120156
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EinwohnerJahr7080901001101201301401501750180018501900195020002050Saubole
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[6] INSEE ab 2006[7][8]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Porcs Noirs de Bigorre

Saubole liegt in den Zonen AOC der Schweinerasse Porc noir de Bigorre und des Schinkens Jambon noir de Bigorre.[11]

Landwirtsch...IndustrieBaugewerbeHandel ...Öffentliche Verwalt...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[12]
Gesamt = 11

Verkehr

Saubole wird durchquert von den Routes départementales 47 und 61.

Einzelnachweise

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