Saufang
Tierfalle für die Fangjagd von Wildschweinen
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Ein Saufang ist eine Tierfalle für die Fangjagd von Wildschweinen. Es handelt sich dabei um ein mit Falltür samt Auslösemechanismus versehenes Gatter, in das die Wildschweine mittels Lockfütterung (jägersprachlich Kirrung) gelockt werden, um sie anschließend darin zu fangen und zu erlegen. Um den Fangerfolg zu maximieren und ganze Rotten zu fangen, wird dem Wild eine Zeit lang wiederholt ermöglicht, die Kirrung im Saufang unbehelligt aufzusuchen, bevor der Schließmechanismus ausgelöst wird.[1] Während die Falle in früheren Zeiten vor Ort händisch ausgelöst werden musste (siehe nebenstehende Abbildung), sind heute Varianten mit Funkfernbedienung der Falltür und Videoüberwachung des Gatterinneren im Einsatz.[2][3]


Deutschland
Der Einsatz von Saufängen bedarf in Bayern einer jagdrechtlichen Ausnahmegenehmigung.[4] Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bewertet den Fallenfang mit Saufängen als tierschutz- und waidgerechte Maßnahme, die mit hohem Wirkungsgrad Wildschweinbestände reduzieren kann.[5]
Der Nationalpark Bayerischer Wald verwendet in den Randzonen des Parks acht stationäre und weitere mobile Saufänge.[2] Pilotprojekte mit Saufängen gab es im Forstbetrieb Schliersee und im Stadtwald Baden-Baden.[1][6]
Zur Tierseuchenbekämpfung der Afrikanischen Schweinepest werden Saufänge eingesetzt, um die Wildschweindichte abzusenken und Infektionsketten zu unterbrechen.[7][8]
Siehe auch
Weblinks
- Ludwig Beckmann: Jagddaguerreotypen : Das Schwarzwild und seine Jagd in alter und neuester Zeit. IV. In: Die Gartenlaube. Heft 32, 1861, S. 508–509 (Volltext [Wikisource]).