Sauingen

Stadtteil von Salzgitter From Wikipedia, the free encyclopedia

Sauingen ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nordost. Sauingen gehörte bis zum 28. Februar 1974 zum Landkreis Wolfenbüttel.

Schnelle Fakten Stadt Salzgitter ...
Sauingen
Ortswappen von Salzgitter-Sauingen
Koordinaten: 52° 11′ N, 10° 25′ O
Höhe: 88 m
Fläche: 4,24 km²
Einwohner: 412 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38239
Vorwahl: 05300
Karte
Lage von Sauingen in Salzgitter
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Geographie

Sauingen liegt in der Ortschaft Nord-Ost der Stadt Salzgitter. Nördlich des Dorfes verläuft die A 39, die Sauingen vom Nachbarstadtteil Üfingen trennt. Im Osten befindet sich der Stichkanal, der von der 1964 erbauten Beddinger Brücke überspannt wird. Die nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebene Brücke verbindet Sauingen mit Beddingen.[2] Weiter im Süden trennt die Industriestraße Nord Sauingen und das etwa einen Kilometer entfernte Bleckenstedt. Dahinter ist die Industrieanlage der Salzgitter AG gut auszumachen. Im Südwesten befindet sich das ehemalige Eisenerzbergwerk Konrad, welches in das Endlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung „Schacht Konrad“ umgebaut wird. Im Westen befindet sich hinter einer Anhöhe das so genannte Bruch, hinter dem der Landkreis Peine beginnt. Auf der Anhöhe stehen eine Reihe Windkraftanlagen.

Der Ort gliedert sich in einen alten Dorfkern um die Kirche, bestehend aus alten Gehöften, und einen neuen Teil, größtenteils Eigenheime.

Geschichte

Der Ort wird erstmals 1022 urkundlich erwähnt.[3] Die Wandmalereien der Kirche wurden bei einer Renovierung 1719 zerstört.

Am 1. März 1974 wurde Sauingen, das bis dahin dem Landkreis Wolfenbüttel angehörte, in die Stadt Salzgitter eingegliedert.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Salzgitter-Sauingen – Bevölkerungsentwicklung seit 1821, Jahr ...
Salzgitter-Sauingen – Bevölkerungsentwicklung seit 1821
JahrEinwohner
1821267
1848302
1871276
1925298
1933288
1939338
1946495
1950519
JahrEinwohner
1974575
1980584
1990523
2000536
2006461
2010455
2012446
2014437
JahrEinwohner
2016416
2018427
2019419
2020419
2021422
2022423
2023413
2024412
EinwohnerJahr250300350400450500550600180018501900195020002050Sauingen
Quellen: Die Angaben von 1821–1961 sind den Veröffentlichungen der Akademie für Raumplanung und Landesforschung entnommen.[5] Die Bevölkerungszahlen von 1974 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter.[6] Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.[7]
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Politik

Ortsrat

Wappen

Beschreibung: Auf rot-gold geständertem Feld ein rotes Seerosenblatt.

Im Mittelalter war Sauingen Hauptort des Gaues und damit Zentrum für Verwaltung und Rechtsprechung. Dieser Go-Grafschaft und Go-Gericht gehörten die Dörfer Sauingen, Alvesse, Beddingen, Bleckenstedt, Üfingen, Vallstedt und Wierthe an. Als Sitz einer Superintendentur war Sauingen auch das kirchliche Zentrum, dem noch die Orte Adersheim, Alvesse, Beddingen, Bleckenstedt, Fümmelse, Geitelde, Halchter, Groß Stöckheim, Steterburg und Vallstedt angehörten.

Das stilisierte Seerosenblatt im Zentrum des Wappenschildes steht für den Ortsnamen, der als „Siedlung in einem Feuchtgebiet“ gedeutet wird. Die Seerose findet sich auch mehrfach im anderen Wappen des Herzogtums Braunschweig. Die zum Zentrum verlaufenden Strahlen repräsentieren die Mittelpunktfunktion, die Sauingen für die umliegenden Dörfer ausübte. Die Farben Gold (gelb) und Rot sind die historischen Landesfarben des Herzogtums Braunschweig, dem Sauingen angehörte.

Das Wappen wurde im August 2010 in einer Bürgerversammlung als Ortswappen von Salzgitter-Sauingen angenommen.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ehemalige Mühle
Evangelische Kirche von Sauingen
  • Ehemalige Mühle am Südrand des Dorfes
  • Denkmal zum Deutsch-Französischen Krieg 1871
  • Evangelische Kirche

Vereine

  • Schweinekasse“: Schweineversicherungsgesellschaft zu Uefingen und Sauingen von 1884 bis 2005

Literatur

Einzelnachweise

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