Sauvegarde

geschütztes Gebiet in erobertem Land From Wikipedia, the free encyclopedia

Sauvegarde (französisch für Schutzwache, auch italienisch Salvaguardia) hieß bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine Schutzwache, die ein Truppenführer in Feindesland einzelnen Personen, Häusern, Korporationen und sonstigen Anstalten bewilligte, um sie vor Plünderung und Misshandlung von Seiten seiner Soldaten zu sichern. Die Sauvegarde wurde als unverletzlich angesehen, ein Vergehen gegen sie wurde mit verschärfter Strafe geahndet. Angehörige einer Sauvegarde durften nicht zu Kriegsgefangenen gemacht werden.[1] Durch die Bestimmungen der Haager Landkriegsordnung wurden Sauvegarden überflüssig.

„Sauvegarde“ war auch eine alternative Bezeichnung der zu diesem Zweck schriftlich erlassenen Schutzzusage, der einem Schutzbrief ähnelnden Salva Guardia. Eine solche Zusage, die in Kriegszeiten besonders die Postämter der Kaiserlichen Reichspost vor feindlichen Überfällen schützen sollte, wurde häufig auch auf Befehl des Kaisers ausgestellt.[2]

Einzelnachweise

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