Schadlos
Ortsteil der Gemeinde Pettstadt in Oberfranken
From Wikipedia, the free encyclopedia
Schadlos ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Pettstadt im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Schadlos liegt in der Gemarkung Pettstadt.[3]
Schadlos Gemeinde Pettstadt | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 51′ N, 10° 55′ O |
| Höhe: | 247 m ü. NHN |
| Einwohner: | 30 (1. Juli 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96175 |
| Vorwahl: | 09502 |
Geografie
Der Weiler liegt an der Aurach zwischen dem Bruderwald im Norden und dem Distelberg (370 m ü. NHN) im Süden, einem bewaldeten Höhenrücken des Steigerwaldes. Die Kreisstraße BA 21 führt entlang der Aurach nach Neuhaus (1 km südöstlich) bzw. nach Höfen (1,4 km westlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1403 als „Schadlawßhof“ erstmals schriftlich erwähnt, 1433 wurde er „zum Schadloss“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Scatilin. Ursprünglich lag der Ort im Fraischbezirk des bambergischen Centamtes Memmelsdorf.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schadlos aus 6 Anwesen. Das Hochgericht war strittig zwischen dem bambergischen Centamt Burgebrach und dem Centamt Bamberg. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Schlüsselau (Theodorische Güterverwaltung). Grundherren waren das Amt Schlüsselau (1 Söldengut), das bambergische Kollegiatstift St. Stephan (2 Halbgülthöflein, 1 Söldengut), die Pfarrei Pettstadt (1 Söldengut) und die Bamberger Patrizier Zollner vom Brand (1 Söldengut).[6] Der Ertrag an Heu galt als besonders gut, der Getreide- und Obstbau aber nur als mittelmäßig.[7]
Im Jahre 1802 kam Schadlos an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schadlos dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhaus und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Pettstadt zugewiesen.[8][9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Schadlos ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Bamberg) gepfarrt,[6][7] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei Mariä Geburt (Pettstadt) zuständig.[11]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schadloß. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 66–67 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 144.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Schadlos in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- Schadlos in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- Schadlos im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 14. Dezember 2025.