Schamlesberg
Gemeindeteil der Stadt Gefrees im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern)
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Schamlesberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Gefrees im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Schamlesberg liegt in der Gemarkung Metzlersreuth.[3] Von besonderer Bedeutung ist der dort vorgefundene Chiastolithschieder, ein schwarzer Tonschiefer des ordovizischen Zeitalters.[4]
Schamlesberg Stadt Gefrees | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 11° 45′ O |
| Höhe: | 589 m ü. NHN |
| Einwohner: | 45 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95482 |
| Vorwahl: | 09254 |
Geografie
Das Dorf liegt im Fichtelgebirge westlich des Bischofsgrüner Forstes. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2464 bei Gottmannsberg (0,8 km nördlich) bzw. nach Metzlersreuth (1 km südwestlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahre 1317 als „Schamansberg“ erstmals urkundlich erwähnt.[4]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schamlesberg aus sechs Anwesen (4 Achtelhöfe, 2 Sechstelhöfe). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Gefrees zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kastenamt Gefrees.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Schamlesberg dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schamlesberg dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Metzlersreuth und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Metzlersreuth zugewiesen.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schamlesberg am 1. Januar 1973 nach Gefrees eingemeindet.[8]
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 5: Erneuerter, ehemals eingeschossiger Wohnstallbau, der Sturz der Haustür am Scheitelstein bezeichnet „CZ“, die Stalltür an der gleichen Stelle bezeichnet „1828“.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Schamlesberg war ursprünglich nach St. Matthäus (Bischofsgrün) gepfarrt und ist seit der Reformation ist der Ort evangelisch-lutherisch geprägt.[6] Seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Johannes der Täufer (Gefrees) zuständig.[12]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 36.
- Johann Kaspar Bundschuh: Schamblesberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 73 (Digitalisat).
- Sabine Hafner: Gefrees 2035: Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für die Stadt Gefrees. Gefrees 2019, S. 150–152 (Digitalisat [PDF; 48,4 MB]).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 131.
- Georg Paul Hönn: Schamblesberg. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 569 (Digitalisat).
Weblinks
- Schamlesberg in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 10. Februar 2025.
- Schamlesberg in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. Februar 2025.
- Schamlesberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. Februar 2025.