Schlappach
Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach
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Schlappach (oberfränkisch: Schlabboch[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Schlappach liegt in der Gemarkung Muckenreuth.[4]
Schlappach Gemeinde Neudrossenfeld | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 11° 29′ O |
| Höhe: | 361 m ü. NHN |
| Einwohner: | 7 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95512 |
| Vorwahl: | 09203 |
Geographie
Die Einöde liegt am Rande des Limmersdorfer Forstes an einem namenlosen linken Zufluss des Rottelbachs. Ein Anliegerweg führt nach Jöslein (0,5 km östlich).[5]
Geschichte
Schlappach wurde 1760 erstmals schriftlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem Gewässernamen ab, dessen Grundwort Bach und dessen Bestimmungswort slâte (mhd. für Schilfrohr) ist.[6] Der mittlerweile veraltete Begriff Schlatte, mit dem sowohl das Schilfrohr als auch die Sumpf-Schwertlilie bezeichnet werden konnte, ist in frühneuhochdeutschen Texten noch nachweisbar.[7]
Schlappach gehörte zur Realgemeinde Jöslein. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schlappach aus 2 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Bayreuth aus. Das Hofkastenamt Bayreuth war Grundherr der beiden Häuser.[8]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Schlappach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Altenplos und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort an die neu gebildete Ruralgemeinde Muckenreuth überwiesen.[9] Am 1. Juli 1972 wurde Schlappach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Schlappach ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach Neudrossenfeld gepfarrt.[8][18]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Schlappach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 92 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 147.
Weblinks
- Schlappach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Schlappach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. November 2020.
- Schlappach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 16. November 2020.