Schleinbach

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Schleinbach ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Ulrichskirchen-Schleinbach im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 1066 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bestand der Ort als selbständige Ortsgmeinde.[2]

Schnelle Fakten
Schleinbach (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Schleinbach
Schleinbach (Österreich)
Schleinbach (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Ulrichskirchen-Schleinbach
Koordinaten 48° 25′ 4″ N, 16° 28′ 14″ Of1
Höhe 229 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 1066 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 10,71 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05126
Katastralgemeindenummer 15217
Bild
Der Musikpavillon in Schleinbach
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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1066

Geografie

Der Schleinbach, ein im Münichgraben oberhalb des Dorfes entspringender, rechter Zubringer zum Russbach prägt Schleinbach, das von der Landesstraße 6 über die L3102 erschlossen wird. Zur Ortschaft zählen weiters zahlreiche Häuser von Kreuttal, darunter die Lagen Drechslermühle und Luisenmühle. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 599 Adressen.[3]

Geschichte

An der Ortsgründung, die im 11. oder 12. Jahrhundert erfolgt sein dürfte, waren vermutlich rund zwei Duzend „Hubenbauern“ beteiligt. Eine führende Rolle nahm dabei der ehemalige „Burgstallhof“ nordöstlich oberhalb des Ortes ein, wo heute die gleichnamige Riede liegt. Urkundlich wurde Schleinbach erstmals im Jahr 1187 mit Albrecht von Slinbach genannt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 85 Häusern beschrieben, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Ulrichskirchen besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Ulrichskirchen und Stockerau sowie der Pfarre Ulrichskirchen.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Schleinbach zwei Bäcker, zwei Brennstoffhändler, ein Drechsler, eine Farbenhandlung, zwei Fleischer, ein Friseur, vier Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, ein Glaser, ein Kaffeehaus, ein Milchkasino, eine Mühle, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Schmied, ein Schneider und zwei Schneiderinnen, drei Schuster, ein Tischler, ein Zuckerbäcker und ein Gutsbesitzer als Landwirt ansässig. Weiters gab es beim Ort eine Ziegelei.[5]

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Kronberg, Schleinbach und Ulrichskirchen. Die neu entstandene Gemeinde erhielt den Namen Ulrichskirchen-Schleinbach.[2]

Sehenswertes

Persönlickeiten

Trivia

  • der auf Kultur- und Regionalgeschichte spezialisierte Verlag Edition Winkler-Hermaden hat seinen Sitz in Schleinbach
  • der Film Hals über Kopf aus dem Jahr 2023 wurde teilweise in Schleinbach gedreht

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 62 (SchleinbachInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 41, Sektion Ernstbrunn, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,0 MB]).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 42, Sektion Gaunersdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 237.
Commons: Schleinbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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