Schletterberg

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Der Schletterberg ist ein 522,3 m ü. NHN[2] hoher Berg am östlichen Rand des Wasgaus, wie der südliche Teil des Pfälzerwaldes genannt wird.

Schnelle Fakten
Schletterberg
Schletterberg (in der linken Bildmitte) vom Martinsturm aus gesehen
Schletterberg (in der linken Bildmitte) vom Martinsturm aus gesehen
Höhe 522,3 m ü. NHN
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Gebirge Pfälzerwald, Wasgau
Dominanz 1,7 km Föhrlenberg (533 m)[1]
Koordinaten 49° 10′ 36″ N,  59′ 19″ O
Gestein Buntsandstein
Ritterstein 44
Ritterstein 44
Ritterstein 297 am Südhang
Ritterstein 297 am Südhang
Denkmalgeschützte Waldkapelle am Südosthang
Denkmalgeschützte Waldkapelle am Südosthang
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Geographie

Lage

Der Schletterberg befindet sich im Osten des Wasgaus; die Ostflanke liegt auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Eschbach, die Westflanke ist Bestandteil des Wollmesheimer Waldes, der eine Waldexklave des Landauer Stadtteils Wollmesheim bildet. Weiter südlich erstreckt sich die Ortsgemeinde Waldhambach. Entlang seines Südwestfußes verläuft der Wolfsbach.

Benachbarte Berge in der Umgebung sind der Wetterberg (512,7 m), der Kleine Hahnstein (451,2 m), der Rehberg (576,8 m) im Westen beziehungsweise Nordwesten und der Rothenberg (476,3 m) im Osten.

Naturräumliche Zuordnung

Der Schletterberg gehört zum Naturraum Pfälzerwald, der in der Systematik des von Emil Meynen und Josef Schmithüsen herausgegebenen Handbuches der naturräumlichen Gliederung Deutschlands und seinen Nachfolgepublikationen[3] als Großregion 3. Ordnung klassifiziert wird. Betrachtet man die Binnengliederung des Naturraums, so gehört der Rothenberg zum Wasgau.[4]

Zusammenfassend folgt die naturräumliche Zuordnung des Schletterbergs damit folgender Systematik:

  1. Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
  2. Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland
  3. Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald
  4. Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Wasgau
  5. Region 5. Ordnung: östlicher Teil des Wasgaus

Charakteristika

Der Schletterberg ist ein etwa zwei Kilometer langer Rückenberg. Der Hauptgipfel mit 522,3 m befindet sich am Südwestende. Ein 518,3 m hoher Nebengipfel liegt etwa 250 Meter nordöstlich. Nach Osten hin läuft der Bergrücken über den Hämmelberg (504,5 m) aus.[2] Mit dem Schildkrötenkopf befindet sich zudem eine Felsformation auf dem Berg.[5]

Kultur und Geschichte

Auf dem Berg befindet sich ein Gedenkstein mit der Inschrift Entworfen und ausgebaut v. Oberforstmeister Wallzinger aus Lambrecht.[5]

Im Sattel zwischen Wetterberg und Schletterberg steht der Ritterstein 44 Am Tisch – Alte Geraide-Gerichtsstätte. Er erinnert an die Rothenberger Geraide.[5][6] Das war eine Richtstätte unter freiem Himmel, die über Waldfrevel urteilte. Bis Mitte der 1980er Jahre stand in diesem Bereich außerdem die „Lichesächer-Buch“ (Lügensager-Buche).[7]

Im Sattel zum Rothenberg stehen die Rittersteine 41 Prinzenweg 1911 und 43 Cramerpfad 1904.[5] Sie markieren Wanderpfade, die nach Luitpold von Bayern beziehungsweise Heinrich Cramer benannt wurden.[8]

Ritterstein 297 Loogfels Wächterstein am Südhang ist eine Grenzmarkierung.[9]

Am Südosthang steht eine kleine Waldkapelle, die alternativ Pietà-Häuschen genannt wird,[10] ein Putzbau mit einseitig abgewalmtem Satteldach von 1828. In einer Rundbogennische in der Rückwand des Kapellchens steht eine farbig gefasste Pietà, die Nachbildung einer Figur aus dem Jahr 1450. Ein kleines Schild neben der Eingangstür enthält die Bitte: „Ave Maria – Schmerzensmutter, bitte für alle, die mit Leid beladen zu dir kommen.“[11]

Der Berg untersteht größtenteils dem Forstamt Haardt.[7] Lediglich die Südflanke gehört zum Forstamt Annweiler.

Tourismus

Ein möglicher Ausgangspunkt für Wanderungen ist der Waldparkplatz zwischen Schletterberg und Rothenberg. Über den Berg verlaufen unter anderem der Prädikatswanderweg Pfälzer Weinsteig,[12] der Themenwanderweg Pfälzer Keschdeweg und der zu den sogenannten Saar-Rhein Wanderwegen zählende Saar-Pfalz-Weg mit der Kennzeichnung Schwarzer Punkt auf weißem Balken, der von Saarbrücken bis nach Rülzheim führt.[13]

Einzelnachweise

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