Schlitters

Gemeinde im Bezirk Schwaz, Tirol From Wikipedia, the free encyclopedia

Schlitters ist eine Gemeinde und ein Dorf mit 1594 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Schlitters
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Schlitters
Schlitters (Österreich)
Schlitters (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Tirol Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 10,36 km²
Koordinaten: 47° 23′ N, 11° 50′ O
Höhe: 548 m ü. A.
Einwohner: 1.594 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 154 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6262
Vorwahl: 05288
Gemeindekennziffer: 7 09 25
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfstraße 9
6262 Schlitters
Website: www.schlitters.at
Politik
Bürgermeister: Josef Wibmer
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(13 Mitglieder)
6
4
2
1
6 4 2 1 
Insgesamt 13 Sitze
  • WSF: 6
  • MEHR: 4
  • FWS: 2
  • MFG: 1
Lage von Schlitters im Bezirk Schwaz
Lage der Gemeinde Schlitters im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)BrandbergFügenKaltenbachRohrbergStansStummTuxTirol
Lage der Gemeinde Schlitters im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Schlitters Richtung Inntal
Schlitters Richtung Inntal
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geographie

Schlitters mit Schlitterberg und dem Larchkopf

Das Haufendorf Schlitters liegt auf dem Murkegel des Öxlbachs im vorderen Zillertal. Zur Gemeinde gehört auch der Ortsteil Schlitterberg, etwa 400 m oberhalb, zu erreichen von Rotholz im Inntal. Die Grenze im Osten wird vom Ziller gebildet. Von diesen 530 Meter über dem Meer steigt das Gebiet nach Westen auf über 1700 Meter an. Die Gemeinde hat eine Größe von zehn Quadratkilometer. Davon ist mehr als die Hälfte bewaldet, etwa ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt.[1]

Gemeindegliederung

Weitere Informationen Katastralgemeinden, Ortschaften in der Gemeinde ...
Gliederung
Katastralgemeinden Ortschaften in der Gemeinde

Schlitters (10,36 km²)

Schlitters (D)

Astholz (ZH)
Schlitterberg (ZH)
Schlitterer Fügenberg (ZH)
Legende zur Gliederungstabelle
In der Spalte Katastralgemeinden sind sämtliche Katastralgemeinden einer Gemeinde angeführt. In der Klammer ist die jeweilige Fläche in km² angegeben.
In der Spalte Ortschaften sind sämtliche von der Statistik Austria erfassten Siedlungen, die auch eine eigene Ortschaftskennziffer aufweisen, angeführt. In der Hierarchieebene derselben Spalte, rechts eingerückt, werden nur Ansiedlungen, die mindestens aus mehreren Häusern bestehen, dargestellt.

Die wichtigsten der verwendeten Abkürzungen sind:

  • M = Hauptort der Gemeinde
  • Stt = Stadtteil
  • R = Rotte
  • W = Weiler
  • D = Dorf
  • ZH = Zerstreute Häuser
  • Sdlg = Siedlung
  • Hgr = Häusergruppe
  • E = Einzelgehöft (nur wenn sie eine eigene Ortschaftskennziffer haben)

Die komplette Liste der Statistik Austria ist in: Topographische Siedlungskennzeichnung nach STAT

Zu beachten ist, dass manche Orte unterschiedliche Schreibweisen haben können. So können sich Katastralgemeinden anders schreiben als gleichnamige Ortschaften bzw. Gemeinden.

Quelle: Statistik Austria

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Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.

Nachbargemeinden

Strass im Zillertal
Buch in Tirol Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bruck am Ziller
Gallzein Fügenberg Fügen

Geschichte

Der Ortsname wird auf eine vorrömische Besiedlung zurückgeführt. Erstmals urkundlich erwähnt wird Schlitters in Aufzeichnungen der erzbischöflichen Kirche Salzburg als „Slitteres in Cilari valleę“ im Jahr 931.[2] Nach dieser Urkunde übergab der Erzbischof von Salzburg Besitzungen an Rafold aus dem Geschlecht der Edlen von Schlitters. Diese brachten es zu großem Grundbesitz in Tirol.

Eine dem hl. Martin geweihte Kirche wird erstmals 1330 urkundlich nachgewiesen. Eine zweite Kirche wird um 1500 erwähnt. Während der Großteil des Zillertales zum Erzbistum Salzburg gehörte, war Schlitters ein Teil von Tirol.

Im Jahr 1470 entstand unter Erzherzog Sigismund aus einem Staubereich des Inn der Schlitterer See als Fischteich. Dieser ist noch heute als Badesee erhalten.

Der Abbau von Silber und Kupfer brachte dem Ort vom 15. bis zum 17. Jahrhundert einen gewissen Wohlstand.

Unter Joseph II. wird die zweite Kirche, die dem hl. Severin geweiht war, geschlossen und 1809 von den Bayern niedergebrannt. Das Material der Ruine wird 1833 zum Bau des Schulhauses verwendet. Im Jahr 1891 wird Schlitters eine eigenständige Pfarre.

Den Grundstein für den heutigen Fremdenverkehr im Zillertal legten Folklore-Sänger, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika auftraten.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Schlitters: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2024
Jahr  Einwohner
1869
 
494
1880
 
497
1890
 
487
1900
 
490
1910
 
495
1923
 
500
1934
 
466
1939
 
683
1951
 
663
1961
 
714
1971
 
827
1981
 
937
1991
 
1.013
2001
 
1.276
2011
 
1.377
2021
 
1.521
2024
 
1.571
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Schlitters
Margreiterkapelle

Wirtschaft und Infrastruktur

Am ebenen Talboden wird intensive Landwirtschaft betrieben. ES gibt mehrere Gewerbebetriebe.

Arbeitsplätze und Pendler

  • Arbeitsplätze: Von den 350 Arbeitsplätzen in Schlitters entfallen zwölf Prozent auf die Landwirtschaft, fünfzehn Prozent auf den Produktionssektor und über siebzig Prozent auf Dienstleistungen. Der größte Arbeitgeber im Produktionssektor ist der Bereich Herstellung von Waren, im Dienstleistungssektor sind es der Handel sowie Beherbergung und Gastronomie (Stand 2011).[4]
  • Berufspendler: Im Jahr 2011 lebten rund 700 Erwerbstätige in Schlitters. Davon arbeiteten 150 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.[5]

Fremdenverkehr

In den Jahren 2010 bis 2019 gab es 36.000 bis 50.000 Übernachtungen in Schlitters. Diese teilen sich auf zwei Saisonen auf, wobei die Wintersaison etwas stärker ist.[6]

Verkehr

Schlitters ist verkehrsmäßig über die Zillertalstraße und die Zillertalbahn mit einer Haltestelle angebunden. Ein Radweg Richtung Mayrhofen führt am Schlitterer See vorbei.

3639424548515420102012201420162018Übernachtungen in 1000

Politik

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Die Gemeinderat hat 13 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol 1998 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 Gemeinsam für Schlitters und 2 Allgemeine Dorfliste.[7]
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol 2004 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 Gemeinsam für Schlitters mit Bürgermeister Friedl Abendstein.[8]
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 Gemeinsam für Schlitters mit Bürgermeister Friedl Abendstein.[9]
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol 2016 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 Gemeinsam für Schlitters mit Bürgermeister Friedl Abendstein.[10]
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol 2022 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 Wir für Schlitters (WFS), 4 Mehr für Schlitters (MEHR), 2 Frischer Wind für Schlitters Team Thomas Fankhauser (FWS) und 1 Menschen Freiheit Grundrechte (MFG).[11]

Bürgermeister

  • bis 2022 Friedl Abendstein[12]
  • seit 2022 Josef Wibmer

Wappen

Das 1956 verliehene Gemeindewappen zeigt einen stilisierten silbernen Schlitten in rotem Feld. Dabei handelt es sich um das Siegel der 1275 ausgestorbenen Ritter von Schlitters, das gleichzeitig als redendes Wappen dient.[13]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Commons: Schlitters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Schlitters – Reiseführer

Einzelnachweise

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