Schmerb

Ortsteil von Ebrach From Wikipedia, the free encyclopedia

Schmerb ist ein Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Schmerb liegt in der Gemarkung Ebrach.[3] Das einzige bewohnte Haus ist das Forsthaus des zuständigen Revierförsters.

Schnelle Fakten Markt Ebrach ...
Schmerb
Markt Ebrach
Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 31′ O
Höhe: 387 m ü. NHN
Einwohner: 4 (2012)[1]
Postleitzahl: 96157
Vorwahl: 09553
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Forsthaus
Kapelle St. Wendelin

Geografie

Die Einöde liegt etwa 2,5 km nordöstlich von Ebrach in einer Waldlichtung des Ebracher Forstes. Er ist durch einige Flurwege mit der Staatsstraße 2258 verbunden. Etwas nördlich entspringt der Schmerber Graben, der durch den Ort fließt über den Schmerber Grund der Mittleren Ebrach zu. Östlich befindet sich ein kleiner Weiher.[4]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahre 1317 als „Schmerwe“ erstmals urkundlich erwähnt. 1418 erkaufte das Kloster Ebrach von Erkinger Zollner zu Sugenheim dessen grundherrlichen Ansprüche in Schmerb. Später erlangten sie durch Tausch mit Herren von Echter die andere Hälfte von Schmerb; die Echter bekamen dafür Traustadt.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schmerb aus 13 Anwesen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kloster Ebrach. Grundherren waren das Kloster Ebrach (1 Hof, 2 Halbhöfe, 5 Güter, 1 Gut mit Wirtszapfelei, 2 Gütlein, 1 Bierbrauerei) und die Gemeinde (1 Kirchenhaus).[6]

Im Jahre 1802 kam Schmerb an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Schmerb gebildet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Schmerb der Ruralgemeinde Ebrach zugewiesen.[7][8] Nach der Säkularisation begann der bayerische Staat mit dem Aufkauf der bäuerlichen Anwesen in Schmerb und forstete die Schmerber Flur auf. Dadurch starb der Ort aus. Vier verbliebene Anwesen dienten als Waldarbeiterwohnsitze und Forsthaus.[9]

Baudenkmäler

In Schmerb gibt es fünf Baudenkmäler:[10]

  • Haus Nr. 2: Waldarbeiterhaus
  • Haus Nr. 3: Forsthaus
  • Haus Nr. 9: Waldarbeiterhaus
  • Felsenkeller
  • St.-Wendelin-Kapelle

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002012
Einwohner 71353230181825202334
Häuser[11] 15544442
Quelle [7][12][13][14][15][16][17][18][19][20][1]
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Religion

Schmerb ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt.[6][18]

Literatur

Commons: Schmerb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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