Schnauder
Fluss in Deutschland
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Schnauder ist ein rund 52 Kilometer langer Fluss, deren beide Quellarme Große und Kleine Schnauder[4] im Altenburg-Zeitzer Lösshügelland entspringen.
| Schnauder | ||
|
| ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 56658 | |
| Lage | Deutschland (Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen) | |
| Flusssystem | Elbe | |
| Abfluss über | Weiße Elster → Saale → Elbe → Nordsee | |
| Quelle | Tümpel in Hirschfeld (Thüringen) 50° 56′ 29″ N, 12° 10′ 52″ O | |
| Quellhöhe | 280 m ü. NN | |
| Mündung | bei Groitzsch, Ortsteil Audigast in die Weiße Elster 51° 10′ 51″ N, 12° 17′ 1″ O | |
| Mündungshöhe | 127 m ü. NN | |
| Höhenunterschied | 153 m | |
| Sohlgefälle | 3 ‰ | |
| Länge | 51,6 km | |
| Einzugsgebiet | 257,4 km²[1][2] | |
| Abfluss am Pegel Wehr Audigast[3] | MQ |
500 l/s |
| Linke Nebenflüsse | Stockhausener Graben, Rainbach, Schlunger Bach, Schwennigke | |
| Rechte Nebenflüsse | Nißmaer Graben, Saalgraben | |
| Kleinstädte | Meuselwitz, Lucka, Groitzsch | |
Zuläufe und Bauwerke
|
Verlauf
Die Quellbäche, welche regional auch Kaynaer bzw. Lindenberger Schnauder[5][6] genannt werden, vereinigen sich auf halber Höhe zwischen Loitsch und Spora nahe der ehemaligen Eisenbahnstrecke Gera-Meuselwitz, noch südlich von Oelsen. Weiter über Meuselwitz durchquert die nun vereinigte Schnauder das Flachland der Leipziger Tieflandsbucht und mündet bei einem Ortsteil von Groitzsch in die Weiße Elster. Von der Quelle bis zur Mündung durchquert der Fluss die drei Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Westlich von Groitzsch beginnt das Landschaftsschutzgebiet Schnauderaue, das sich bis nördlich von Lucka erstreckt und die Groitzscher Ortsteile Oellschütz, Hohendorf, Kleinhermsdorf sowie Nehmitz vollständig umschließt.
Die Kaynaer Schnauder entspringt bei Beiersdorf in Thüringen, sie führt im Jahresmittel mehr Wasser als die kleinere, bei Heuckewalde entspringende Lindenberger Schnauder. Letztere wird in einigen Publikationen, einer anderen Form der Adjektivierung des Städtenamens folgend, auch als Lindenbergsche Schnauder bezeichnet.[4]
Abfluss
Der mittlere Abfluss der Schnauder am Wehr Audigast ungefähr 1,5 Kilometer oberhalb der Mündung beträgt etwa 0,50 m³/s.[3] Da für die Schnauder keine langjährigen Pegelbeobachtungen existieren, ist nur die Angabe zum mittleren Abfluss möglich. Der Wert wurde errechnet und ist daher nur als Orientierung einzustufen.
Geschichte
Der Fluss war bereits 1105 als Snudra bekannt, was auf das althochdeutsche Snudra-aha zurückgeht. Dies bedeutet so viel wie das schnelle Fließgewässer. 1831 lagen 31 Wassermühlen am Fluss.
Zwischen Wildenhain und Groitzsch wird der Flusslauf wegen des Braunkohlenbergbaus in einem acht Kilometer langen Kanal geführt.
Literatur
- Das Altenburger Land. In: Akademie der Wissenschaften der DDR (Hrsg.): Werte unserer Heimat. Band 23. Akademie-Verlag, Berlin 1973, DNB 740153579, A 1, S. 34.
- Meilen- & Messtischblätter & Äquidistantenkarte von Sachsen (1780-1942) auf: deutschefotothek.de