Schnifis

Gemeinde im Bezirk Feldkirch, Vorarlberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Schnifis ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 805 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Schnifis
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Schnifis
Schnifis (Österreich)
Schnifis (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Vorarlberg Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 4,87 km²
Koordinaten: 47° 13′ N,  43′ O
Höhe: 657 m ü. A.
Einwohner: 805 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 165 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6822
Vorwahl: 05524
Gemeindekennziffer: 8 04 19
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Jagdbergstraße 200
6822 Schnifis
Website: www.schnifis.at
Politik
Bürgermeister: Simon Lins
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2025)
 
Insgesamt 12 Sitze
  • Dorfliste Schnifis: 12
Lage von Schnifis im Bezirk Feldkirch
Lage der Gemeinde Schnifis im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)KlausMeiningenSulzWeiler
Lage der Gemeinde Schnifis im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
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Schnifis, Blick von der Dünserbergstraße
Schnifis, Blick von der Dünserbergstraße
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Schnifis liegt auf der Terrasse südlich des Schnifner Berges. Neben der Streusiedlung in 657 Metern Höhe gehört auch das Glantschtobel zum Gemeindegebiet. Dieses schmale Tal ist im Norden durch die südlichsten Berge des Bregenzerwaldgebirges begrenzt, die höchsten Gipfel sind Madonnakopf (1854 m), Rappenköpfle (1865 m), Hochgerach (1985 m) und Goppeskopf (1845 m).

Die Gemeinde hat eine Fläche von 4,87 Quadratkilometer. Davon sind 37 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 14 Prozent sind Almen und 39 Prozent der Fläche sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Schnifis.

Nachbargemeinden

Düns Dünserberg Laterns
Röns Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Thüringerberg (BZ)
Schlins Bludesch (BZ) Thüringen (BZ)

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schnifis 820 als Senobium. 1362 kam Schnuvis zusammen mit der Herrschaft Jagdberg an Österreich.

Die Habsburger regierten die Orte im heutigen Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zum Kaiserthum Österreich.

Zum österreichischen Kronland Vorarlberg gehörte Schnifis seit der Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Schnifis: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
379
1880
 
386
1890
 
379
1900
 
399
1910
 
379
1923
 
390
1934
 
449
1939
 
442
1951
 
418
1961
 
442
1971
 
490
1981
 
567
1991
 
637
2001
 
706
2011
 
762
2021
 
813
2025
 
805
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 5,1 %.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Schnifis
  • Katholische Pfarrkirche Schnifis hl. Johannes der Täufer: Um 830 stand an Stelle der heutigen Kirche die ecclesia. 1535 wurde hier eine Kirche geweiht und 1817 wurde das Langhaus erweitert. 1972/73 erfolgte eine Neugestaltung der Kirche.
  • Kapelle beim Bad Schnifis
  • Fallersee mit den Flüsterspiegeln und Bad Schnifis mit der Wassertrete.
  • Die Ringmauer auf dem kleinen Plateau des hausbergartigen Hügels Kobel umschließt einen frühmittelalterlichen Einzelhof.
  • Am Gießhübel ist auch ein frühmittelalterlicher Sippenfriedhof festgestellt.
  • Der Rheintalhof an Jagdbergstraße ist ein Holzstrickbau auf einem verputzten Natursteinsockel. Er diente ursprünglich als Gasthof.
Blick von der Unteren Halde auf die Berge des Rätikon

Wirtschaft und Infrastruktur

In Schnifis gab es 2010 einundzwanzig land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon sieben Haupterwerbsbetriebe.[3] Im sekundären Wirtschaftssektor (nach ÖNACE) beschäftigten im Jahr 2011 fünfzehn Betriebe 44 Personen bei der Herstellung von Waren und im Bau. Im tertiären Sektor waren 78 Menschen in 32 Betrieben beschäftigt.[4][5]

Berufspendler

Im Jahr 2011 lebten 386 Erwerbstätige in Schnifis. Davon arbeiteten 75 in der Gemeinde, achtzig Prozent pendelten aus.[6]

Bildung

In der Gemeinde befinden sich ein Kindergarten und eine Volksschule,[7] wobei 31 Schüler (Stand: 2020/21) die Volksschule besuchten.[8]

Politik

Gemeindevertretung

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

In Vorarlberg wählen die Bürger alle fünf Jahre die Mitglieder der Gemeindevertretung durch Ankreuzen eines Listen-Wahlvorschlages bzw. durch Mehrheitswahl wenn kein Listenvorschlag vorliegt.[9] Weiters den Bürgermeister durch Ankreuzen eines Wahlvorschlages.

Die Gemeindevertretung wählt in der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte – sofern keine Wahl durch die Bürger zustande kam – gemäß § 61 Gemeindegesetz[10] einen Bürgermeister und dann einen mindestens dreiköpfigen Gemeindevorstand. Die Zahl dieser „Gemeinderäte“ darf aber gemäß § 55 den vierten Teil der Zahl der Gemeindevertreter nicht übersteigen.

Der Bürgermeister führt den Vorsitz bei den generell öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung, in denen kommunale Belange besprochen und Beschlüsse gefasst werden. Beobachter haben kein Mitspracherecht und kein Stimmrecht. Die Gemeindevertretung kann nach Bedarf Ausschüsse bestellen. Sitzungen des Gemeindevorstandes und der Ausschüsse sind nicht öffentlich.

Sitzverteilung nach den Wahlen

Bürgermeister

Wappen

Der Gemeinde wurde 1970 folgendes Wappen verliehen: In Gold unten ein blauer Schild belegt mit silbernem Jagdhorn mit Beschlägen und Schnur in Gold, darüber die wachsende Figur des Laurentius von Schnifis in schwarzer Kutte, in der Rechten eine silberne Schalmei, in der Linken ein silbernes Buch.[22]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

  • Rosemarie Steixner (Geländeerhebung), Abteilung Umweltschutz (Bericht): Aktualisierung des Biotopinventars Vorarlberg – Gemeinde Schnifis. In: Vorarlberger Landesregierung [IVe], AVL Arge Vegetationsökologie und Landschaftsplanung (Hrsg.): Biotopinventar Vorarlberg. Februar 2009 (vorarlberg.at [PDF]).
Commons: Schnifis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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