Schondra

Markt im Landkreis Bad Kissingen in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Schondra ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Schondra
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schondra hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 16′ N,  52′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Brückenau
Höhe: 432 m ü. NHN
Fläche: 28,62 km²
Einwohner: 1613 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97795
Vorwahl: 09747
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 149
Marktgliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schulstr. 14
97795 Schondra
Website: schondra.de
Erster Bürgermeister: Bernold Martin (CSU/Christlicher Bürgerblock)
Lage des Marktes Schondra im Landkreis Bad Kissingen
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Geographie

Geographische Lage

Blick auf Schondra (2019)

Die Ortschaft liegt am Südhang der Rhön im Tal der Schondra, etwa 22 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Bad Kissingen. Im Osten führt die Autobahn A 7 durch das Gemeindegebiet.

Gemeindegliederung

Es gibt neun Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Geiersnest-Ost (Gemarkungsteil 1), Schönderling, Schondra und Singenrain.[4] Die Gemarkung Schondra hat eine Fläche von 15,579 km². Sie ist in 2975 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5236,58 m² haben.[5] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Einraffshof und Schildeck.[6]

Name

Etymologie

Seinen Namen hat Schondra vom gleichnamigen, die Marktgemeinde durchfließenden Fluss Schondra[7], welcher der Fränkischen Saale bei Gräfendorf zufließt.

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[7]

  • 802 Scuntru
  • 812 Scuntra
  • 839 Scundera
  • 840 Scundra
  • 1303 Schunter
  • 1326 Schůntern
  • 1466 Schontra
  • 1555 Schondra

Geschichte

Schondra wurde urkundlich erstmals im Jahre 812 erwähnt. Der Ort befand sich im Besitz des Klosters Fulda. Ab dem 15. Jahrhundert war Schondra Sitz eines Gerichts.

Eingemeindungen

In ihrer heutigen Ausdehnung existiert die Gemeinde seit dem 1. Mai 1978, als im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Gemeinden Schönderling und Singenrain nach Schondra eingegliedert wurden.[8]

Religionen

Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Auf dem Gebiet der politischen Gemeinde liegt die römisch-katholische Pfarrei St. Anna Schondra, die zum Dekanat Hammelburg des Bistums Würzburg gehört. Im Gemeindeteil Schönderling befindet sich die Filialkirche St. Josef, in Singenrain die Filialkirche St. Maria von Fatima. In Schildeck gibt es eine Kapelle.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
19611450[8]
19701582[8]
19871536
19911687
19951739
20051832
20101742
20151726
20161717
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Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1537 auf 1696 um 159 Einwohner bzw. um 10,3 %. 2006 hatte der Markt 1836 Einwohner.

Quelle: BayLfStat

Politik

Neues Rathaus, gebaut 1995

Gemeinderat

Die Kommunalwahlen seit 2014 ergaben folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:

Partei/Liste 2020[9] 2014
Sitze % Sitze %
CSU/Christlicher Bürgerblock 4 30,94   327,0
Aktive Bürger Markt Schondra 3 25,19326,5
Freie Wählergemeinschaft Schönderling 4 32,48536,7
Freie Wählergruppe Singenrain 1 11,3819,8
Wahlbeteiligung 76,36 % 78,4 %

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Bernold Martin (CSU); dieser wurde am 15. März 2020 mit 79,4 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt. Stellvertreter sind Beatrix Lieb (Zweite Bürgermeisterin) und Jürgen Metz (Dritter Bürgermeister).[10]

Wappen

Blasonierung: „In Rot über einem gesenkten silbernen Wellenbalken nebeneinander ein silbernes Schildchen, darin ein schwarzes Tatzenkreuz und eine goldene Propsteikrone.“[11]
Wappenbegründung: Der heute bestehende Markt Schondra entstand 1978 durch Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Schondra, Schönderling und Singenrain. Alle Gemeindeteile lagen bis 1803 im Herrschaftsgebiet des Fürststifts Fulda. Verwaltungsmäßig gehörte Schondra zum fuldischen Oberamt Brückenau, während die Ortsteile Schönderling und Singenrain von der Klosterpropstei Thulba verwaltet wurden. Im Wappen weisen das fuldische Kreuz im kleinen Schild und die goldene Propsteikrone auf diese Herrschaftsverhältnisse hin. Der silberne Wellenbalken ist Hinweis auf die Lage der Gemeinde am Fluss Schondra. Die Farben Silber und Rot sind die Farben von Franken. Die Bezeichnung „Markt“ erhielt Schondra schon vor 1600. Zu dieser Zeit war Schondra bereits ein Gerichtssitz.

Das Wappen wurde durch das Innenministerium am 9. Januar 1981 verliehen.

Bau- und Bodendenkmäler

Die bedeutendsten Baudenkmäler der Gemeinde sind die Ruine der Burg Schildeck und die Pfarrkirche St. Anna aus dem Jahr 1953.

Weiterhin erwähnenswert sind:

Wirtschaft und Infrastruktur

Amtliche Statistik

Im Jahre 2007 gab es in der Gemeinde 603 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort bzw. 1036 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort.[12]

Bildung

In Schondra befinden sich ein Kindergarten und die Grundschule Schondratal.

Verkehr

Das Gemeindegebiet wird von der Autobahn A 7, der Bundesstraße B 286, der Staatsstraße 2431 und den Kreisstraßen KG 33 und KG 34 durchquert.

Literatur

  • Leonhard Rugel: Katholische Pfarrkirche Schondra. Patrozinium: St. Anna (26. Juli). (= Kunstführer. Nr. 2144, ZDB-ID 51387-8). Schnell und Steiner, Regensburg 1994.

Einzelnachweise

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