Schraubach
Nebenfluss der Landquart
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Der Schraubach ist ein mit Oberlauf etwa 131⁄2 Kilometer langer, nordwestlicher und rechter Zufluss der Landquart im Prättigau im Schweizer Kanton Graubünden.
| Schraubach Schrabach | ||||
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Schraubach in Schiers | ||||
| Daten | ||||
| Gewässerkennzahl | CH: 329 | |||
| Lage | Rätische Alpen
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| Flusssystem | Rhein | |||
| Abfluss über | Landquart → Rhein → Nordsee | |||
| Ursprünge | Zusammenfluss: von Grossbach und Wissbach im Rätikon bei Schuders 46° 59′ 14″ N, 9° 45′ 0″ O Quelle des Hauptstrang-Oberlaufs Grossbach (Älplibach): | |||
| Quellhöhe | Quelle des Hauptstrang-Oberlaufs Grossbach (Älplibach): ca. 1947,8 m ü. M.
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| Mündung | bei Schiers in die Landquart 46° 57′ 54″ N, 9° 41′ 24″ O | |||
| Mündungshöhe | 600 m ü. M. | |||
| Höhenunterschied | 1.347,8 m | |||
| Sohlgefälle | 100 ‰ | |||
| Länge | 13,5 km[1] mit Oberlauf Grossbach und Älplibach
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| Einzugsgebiet | 64,9 km²[2] | |||
| Abfluss[3] AEo: 64,91 km² an der Mündung |
MQ Mq |
2,43 m³/s 37,4 l/(s km²) | ||
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Geographie
Verlauf
Der Schraubach entsteht durch den Zusammenfluss der im Rätikon entspringenden Quellbäche Grossbach und Wissbach auf etwa 912 m ü. M. bei Schuders.
Der Schraubach, der nun in westliche Richtung verläuft, durchfliesst das Schraubachtobel, wo er das stärkste Gefälle passiert. Er mündet nach etwa 6 Kilometern (mit Grossbach etwa 131⁄2 km) bei Schiers in die Landquart.
Einzugsgebiet
Das 64,9 km² grosse Einzugsgebiet des Schraubachs liegt im Rätikon und wird durch sie über die Rätikon und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Das Einzugsgebiet besteht zu 42,0 % aus bestockter Fläche, zu 36,5 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 0,9 % aus Siedlungsfläche und zu 20,4 % aus unproduktiven Flächen.
Flächenverteilung

Die mittlere Höhe beträgt 1620,2 m ü. M.[4], und der höchste Punkt ist das Eisjöchl mit 2636 m ü. M. im Nordosten des Einzugsgebietes.
Zuflüsse
Direkte und indirekte Zuflüsse, jeweils von der Quelle zur Mündung, die Längen in Kilometer (km), das Einzugsgebiet in Quadratkilometer (km²) und der mittleren Abfluss (MQ) in Liter pro Kubikmeter (m³/s) nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung
- Grossbach (rechter Quellbach, Hauptstrang), 7,4 km, 26,97 km², 1,14 m³/s
- Älplibach (rechter Quellbach, Hauptstrang), 3,9 km, 9,26 km², 0,42 m³/s
- Cavällbach (rechts), 3,1 km, 3,15 km²
- Drusabach (linker Quellbach, Nebenstrang), 4,6 km, 10,17 km², 0,45 m³/s
- Falzipbach (rechter Quellbach, Hauptstrang), 3,1 km, 5,11 km², 0,24 m³/s
- Caprivbach (linker Quellbach, Nebenstrang), 3,2 km, 2,31 km²
- Älplibach (rechter Quellbach, Hauptstrang), 3,9 km, 9,26 km², 0,42 m³/s
- Wissbach (linker Quellbach, Nebenstrang), 5,1 km, 13,84 km², 0,51 m³/s
- Chleinbach (linker Quellbach), 3,0 km, 4,39 km², 0,16 m³/s
- Riedbach (links), 1,3 km
- Chleibach (rechter Quellbach), 4,1 km, 4,5 km²
- Chleinbach (linker Quellbach), 3,0 km, 4,39 km², 0,16 m³/s
- Salginabach (rechts), 6,1 km, 11,43 km², 0,45 m³/s
Hydrologie
Bei der Mündung des Schraubachs in die Landquart beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 2,43 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nival alpin[5], und seine Abflussvariabilität[6] beträgt 18.[3]
| Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Schraubachs in m³/s[3] |
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6 5 4 3 2 1 0 2,43 0,81 Jan. 0,87 Feb. 1,27 März 2,67 Apr. 5,13 Mai 4,85 Juni 3,87 Juli 2,85 Aug. 2,20 Sep. 1,72 Okt. 1,43 Nov. 1,07 Dez. |
| Durchgehende Linie: Mittlerer Jahresabfluss (MQ) 2,43 m³/s |
Hochwasserschutz
In Schiers, das früher mehrfach von Murgängen heimgesucht wurde, wird der Schraubach nicht mehr wie einst durch Sperranlagen gezähmt, sondern über mehrere Kaskaden geführt und so in seiner Fliessgeschwindigkeit geschwächt.
Frühe wirtschaftliche Nutzung
Vor der Verbauung wurde der Bach für Holztransporte genutzt. Das Holz wurde unter anderem für die Papierfabrik in Landquart gebraucht.
Freizeit und Erholung
Dem Schraubach folgt ein 8,5 km langer Wanderweg, der nach der Schneeschmelze im Mai öffnet und in ca. 3,5 Stunden nach Schiers führt.
Literatur
- Elisabeth Bardill, Eine wilde, unbekannte Flusslandschaft, in: Terra Grischuna 4/2010, S. 60–63
Weblinks
- Schraubach Geographisches Lexikon der Schweiz
