Schrottenkopf
Berg im Verwall an der Grenze Tirol / Vorarlberg
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Der Schrottenkopf ist ein rund 2890 m hoher Berg im Westlichen Verwall an der Grenze zwischen Vorarlberg und Tirol. Laut Lidarmessung ist er 2889,2 m hoch[1], auf den Landkarten werden 2890 m angegeben.[2] Er ist nach den Pflunspitzen und dem Kaltenberg der dritthöchste Berg im Westlichen Verwall und der höchste in der Fluhgruppe.[3]
| Schrottenkopf | ||
|---|---|---|
| Neue Heilbronner Hütte und Schrottenkopf (rechts) | ||
| Höhe | 2889 m ü. A. | |
| Lage | Vorarlberg, Österreich | |
| Gebirge | Verwall, Fluhgruppe | |
| Dominanz | 3,26 km → Vollandspitze | |
| Schartenhöhe | 269 m ↓ Muttenjoch | |
| Koordinaten | 46° 59′ 36″ N, 10° 9′ 17″ O | |
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Lage
Politische Lage
Der Schrottenkopf liegt in Österreich auf der Grenze der Bundesländer Vorarlberg und Tirol. Die Vorarlberger Seite gehört zum Bezirk Bludenz, Gemeinde Gaschurn, die Tiroler Seite zum Bezirk Landeck, Gemeinde St. Anton am Arlberg.[4]
Lage bezüglich Gebirge
Gebirgsgeographisch liegt der Schrottenkopf im Verwall in der Untergruppe Fluhgruppe. Nordnordwestlich ist das Verbellner Winterjöchli, der Übergang zum Valschavielkamm. Dort ist auch die Neue Heilbronner Hütte oberhalb der Scheidseen.
Lage bezüglich Regionen, Tälern und Gewässern
Regional liegt er am Schnittpunkt der Arlbergregion, des Paznauntals und des Montafons. Galtür im Paznauntal liegt 3,5 km südöstlich, Partenen, ein Ortsteil von Gaschurn, liegt 7,5 km südwestlich, die Ortschaft St. Anton am Arlberg liegt über 20 km nordöstlich. Galtür liegt luftlinienmäßig am nächsten, ist allerdings über eine hohe Bergkette getrennt.
Die Westseite liegt am Talschluss des Verbellatals mit dem Verbellabach, der in die Ill mündet, die wiederum in den Rhein mündet. Die Ostseite liegt am Talschluss des Verwalltals mit der Rosanna, die über die Sanna, den Inn und die Donau ins Schwarze Meer fließt. Der Schrottenkopf liegt also auf der Europäischen Hauptwasserscheide Nordsee/Schwarzes Meer.[5]
Geologie
Am Schrottenkopf ist das Silvretta-Kristallin aufgeschlossen, aufgebaut aus metamorphen Metabasiten und Ultrabasiten, die überwiegend als Amphibolite und Hornblendegneise ausgebildet sind. Südlich des Gipfels verläuft ein schmales Band mit Granatglimmerschiefer.[6] Am Fuß des Berges gibt es mehrere Moränen aus der Würm-Eiszeit.[6]
Naturschutz
Der Schrottenkopf liegt genau an der Südostecke des Europaschutzgebiets Verwall.[7] Zudem liegt er in der Weißzone Verbella.[8] Durch die Abgeschiedenheit ist hier ein wertvoller Rückzugsort für bedrohte Tiere. Am Fuße des Schrottenkopfs gibt es zudem zahlreiche kleine Seen und Moore. Der größte dieser Seen heißt Brüllender See, die anderen haben keine Namen.
Zustieg
Es führt kein markierten Wanderweg auf den Gipfel. Der Zustieg (für geübte Bergsteiger) erfolgt meist über den Südgrat, die Schwierigkeit wird mit T4, I angegeben.[9]
