Schödendorf

Ortschaft in der Gemeinde Micheldorf im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten From Wikipedia, the free encyclopedia

Schödendorf ist eine Ortschaft in der Gemeinde Micheldorf im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat 24 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]). Sie liegt auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Micheldorf.

Schnelle Fakten Schödendorf (Rotte) Ortschaft ...
Schödendorf (Rotte)
Ortschaft
Schödendorf (Österreich)
Schödendorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Micheldorf  (KG Micheldorf)
Koordinaten 46° 55′ 52″ N, 14° 25′ 16″ Of1
Höhe 760 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 24 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 15 (1. Jän. 2021f1)
Postleitzahl 9360f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01536
Bild
Schödendorf
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
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f0
24
Häuser an der Metnitztalstraße
Ehemalige St.-Martins-Kirche

Lage

Die Ortschaft liegt im Nordwesten der Gemeinde Micheldorf und erstreckt sich über eine Nord-Süd-Ausdehnung von fast 2 km. Zentrum der Ortschaft ist ein kleiner Weiler am Hang am Ostrand des Mödringbergzugs, etwa 150 Höhenmeter über dem Friesacher Feld, mit den Höfen Sepphube (Schödendorf Nr. 1), Schwarzenbacherhube (Nr. 5) und Zulehen (Nr. 8). Weiters gehören zur Ortschaft ein paar Häuser am Blochbauerweg an der Gemeindegrenze zu Friesach, unter anderem Sandnerkeusche (Nr. 3), Blochbauer (Nr. 5) und Lipp (Nr. 7), am Westrand des Friesacher Felds an der Metnitztal Straße L62 die Höfe Wendisch/Mauthaus (Schödendorf Nr. 6) und Teichwiese (Nr. 12), sowie ein paar Höfe in Streulage am Hang, darunter Wiesenbauer (Schödendorf Nr. 9) und die Kogelhube (Nr. 4) unweit von Micheldorf.

Geschichte

Der Ort wird 1074 als Scherigendorf genannt; der Ortsname könnte sich von den Schergen (Henkern) ableiten, die sich hier weit außerhalb von Friesach ansiedelten.[2] Es gab hier eine romanische St.-Martins-Kirche; Martin gilt als Schutzpatron der Verurteilten. Die Friesacher Richtstätte lag in der Nähe des heutigen Schödendorfer Blochbauerwegs. Die St.-Martins-Kirche wird 1605 als Filiale von Micheldorf genannt. Das Kirchengebäude wurde um 1800 in ein Bauernhaus umgebaut, die heutige Sepphube.

Auf dem Gebiet der Steuergemeinde Micheldorf liegend, gehörte Schödendorf in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Althofen (Herrschaft und Landgericht). Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Schödendorf zunächst an die Gemeinde Friesach, 1892 an die damals neu errichtete Gemeinde Micheldorf. Im Zuge der Gemeindestrukturreform 1973 wurde die Gemeinde Micheldorf aufgelöst; Schödendorf kam zurück an die Gemeinde Friesach. 1992 wurde die Gemeinde Micheldorf wiedererrichtet, seither gehört Schödendorf wieder zur Gemeinde Micheldorf.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 8 Häuser, 60 Einwohner[3]
  • 1880: 8 Häuser, 59 Einwohner[4]
  • 1890: 8 Häuser, 52 Einwohner[5]
  • 1900: 12 Häuser, 69 Einwohner[6]
  • 1910: 12 Häuser, 84 Einwohner[7]
  • 1923: 12 Häuser, 74 Einwohner[8]
  • 1934: 92 Einwohner[9]
  • 1961: 14 Häuser, 77 Einwohner[10]
  • 2001: 15 Gebäude (davon 11 mit Hauptwohnsitz) mit 16 Wohnungen; 43 Einwohner und 4 Nebenwohnsitzfälle; 12 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 12 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[11]
  • 2011: 14 Gebäude, 37 Einwohner, 13 Haushalte, 3 Arbeitsstätten[12]
  • 2021: 15 Gebäude, 26 Einwohner, 11 Haushalte, 8 Arbeitsstätten[13]

Einzelnachweise

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