See-Club Luzern

Ruderverein in Luzern From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Seeclub Luzern ist ein schweizerischer Ruderverein mit Sitz am Vierwaldstättersee in Luzern, direkt neben dem Ruderclub Reuss und neben dem Kanuclub Luzern. Der Seeclub wurde im Jahr 1881 als erster Ruderclub am Vierwaldstättersee gegründet und ist heute nach eigenen Angaben mit rund 600 Mitgliedern der grösste Ruderverein der Schweiz.[1]

Logo des Seeclub Luzern.

Mitglieder

Der Seeclub zählt etwa 600 Mitglieder, davon 400 Aktive und 200 passive Mitglieder. Katrin Muff wurde im Frühjahr 2025 zur Präsidentin gewählt. Seit dann führt sie den Club gemeinasm mit Vize-Präsidenten Luca Schuler und weiteren 6 Vorstandsmitgliedern. Sie löst damit Moritz Rogger ab, der seit 2016 den Verein geführt hat. Er löst damit Brigitte Rohner nach 4 Jahren Amtszeit ab. 2012 wurde sie zur Nachfolgerin von Beat Mundhaas, den sie nach sieben Jahren Amtszeit ablöste.

Bootshäuser

Bootshaus des See-Club Luzern.

Das erste Bootshaus, welches als solches anerkannt wurde, stand 1896 am Inseli, im Jahre 1930 wurde es durch das zweite, modernisierte Bootshaus am Inseli ersetzt, welches durch das bis heute erhaltene Bootshaus an der Ufschötti ersetzt wurde. Dieses soll ab 2017 von Grund auf renoviert werden. Einige Renovationen sind aus bautechnischen Gründen notwendig, andere werden aufgrund verändernder Bedürfnisse und Strukturen des Vereins erwünscht.

Olympiateilnahmen

Der Seeclub Luzern blickt auf eine lange Liste von Olympiateilnehmern zurück.[2] Seit den Olympischen Sommerspielen in Rio 2016 ist mit Mario Gyr auch ein Olympiasieger unter den Mitgliedern.[3]

Weitere Informationen Jahr, Austragungsort ...
Jahr Austragungsort Athlet Bootsklasse Platzierung
1924 Paris Josef Schneider M1x Bronzemedaille
1948 London André Moccand (Stm.) M4+ Silbermedaille
Eugen Vollmar
Peter Gübeli
Moritz Grand
Noldi Amstutz
Hans Schultheiss
Otto Burri
Fredy Schultheiss
Franz Starkl
Otto Vonlaufen (Stm.)
M8+ 3. im Hoffnungslauf
1960 Rom Paul Kölliker M4- 6. Platz
Werner Kölliker
Hans Graber
M8+ Halbfinale
1968 Mexiko-Stadt Werner Zwimpfer M2- 5. Platz
Urs Fankhauser
Urs Bitterli
Beat Wirz (Stm.)
M2+ 7. Platz
1972 München Fredy Bachmann M2- Silbermedaille
Urs Fankhauser M4+ 8. Platz
1984 Los Angeles Alfred Fischer M2- 11. Platz
1992 Barcelona Thomas Studhalter M2- 11. Platz
2000 Sydney Kim Plugge LW2x 5. Platz
2012 London Mario Gyr LM4- 5. Platz
2016 Rio de Janeiro Mario Gyr LM4- Goldmedaille
Michael Schmid LM2x 13. Platz
2024 Paris Lisa Lötscher, Fabienne Schweizer W4x 4. Platz
Kai Schätzle M4- 9. Rang
Maurin Lange M4x 6. Rang
Roman Röösli M2- Bronzemedaille
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Nationale Erfolge

Nachdem im Sommer 2013 ein professioneller Cheftrainer (Diethelm Maxrath) die Leitung im Leistungssport übernommen hatte, konnte man auf nationaler Ebene vermehrt wichtige Erfolge feiern. Der Club konnte 2015 und 2016 den Preis für den stärksten Ruderclub an den Schweizer Meisterschaften gewinnen. In den Jahren besonders aufgefallen ist der Luzerner Achter (Luzern Eight), welcher nach einem 2. Platz an den Meisterschaften 2014 hinter Dauerrivale Seeclub Zürich 2015 den begehrten Achtertitel nach über 50 Jahren wieder in den Seeclub Luzern holte. 2016 galt als ein Erfolgsjahr auf nationaler sowie internationaler Ebene. 2016 siegte der Clubachter ebenfalls an der Internationalen Ruderregatta in Aiguebelette. Die Meisterschaft beendete der Achter 2016 auf dem zweiten Platz und im Thames Cup an der Henley Royal Regatta reichte es für das Viertelfinale.[4] 2016 konnte der Frauenachter die Meisterschaft gewinnen, sowie Michael Schmid im schweren Einer und Rafael Jeannaret mit Julian Müller im Leichtgewichts Zweier-Ohne. Insgesamt erruderten die Athletinnen und Athleten des Seeclubs 7 Goldmedaillen, 4 Silbermedaillen und 7 Bronzemedaillen.[5] Seit 2025 leitet Miroslav Vraštil den Leistungssport des Seeclub Luzern als Headcoach. Unterstützt wird er dabei von Assistant Headcoach Taimur Cantoni. Die beiden führen die nationale Erfolge weiter an.

Internationale Erfolge

  • 1904: 1. Platz Europameisterschaft im Einer durch Louis von Moos[6][2]
  • 1904: 3. Platz Europameisterschaft im Doppelzweier durch Louis und Albert von Moos[7][2]
  • 1910: 2. Platz Europameisterschaft im Einer durch Moritz Stöckly[6][2]
  • 1924: 3. Platz Olympische Sommerspiele im Einer durch Josef Schneider[8][2]
  • 1924: 1. Platz Europameisterschaft im Einer durch Josef Schneider[6][2]
  • 1925: 2. Platz Europameisterschaft im Einer durch Josef Schneider[6][2]
  • 1926: 1. Platz Europameisterschaft im Einer durch Josef Schneider[6][2]
  • 1972: 2. Platz Olympische Sommerspiele im Zweier ohne Steuermann durch Alfred Bachmann[9][2]
  • 2010: 3. Platz Europameisterschaft im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann durch Mario Gyr[2][3]
  • 2012: 5. Platz Olympische Sommerspiele im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann durch Mario Gyr[3]
  • 2013: 3. Platz Europameisterschaft im Leichtgewichts-Doppelzweier durch Mario Gyr[3]
  • 2013: 2. Platz Weltmeisterschaft im Leichtgewichts-Doppelzweier durch Mario Gyr[3]
  • 2014: 3. Platz U23-Weltmeisterschaft im Leichtgewichts-Doppelvierer durch Leanne Kunz[10]
  • 2015: 1. Platz Europameisterschaft im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann durch Mario Gyr[3]
  • 2015: 1. Platz Weltmeisterschaft im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann durch Mario Gyr[3]
  • 2016: 1. Platz Europameisterschaft im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann durch Mario Gyr[3]
  • 2016: 1. Platz Olympische Sommerspiele im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann durch Mario Gyr[3]
  • 2016: 2. Platz U23-Weltmeisterschaft im Leichtgewichts-Doppelvierer durch Fabienne Schweizer[11]
  • 2017: 1. Platz Europameisterschaft im Leichtgewichts-Einer durch Michael Schmid[12]
  • 2017: 1. Platz U23-Weltmeisterschaften im Leichtgewichts-Doppelvierer durch Julian Müller[13]
  • 2017: 3. Platz Junioren-Weltmeisterschaften im Juniorinnen-Doppelvierer durch Lisa Lötscher[14]
  • 2018: 1. Platz Europameisterschaften im Leichtgewichts-Einer durch Michael Schmid
  • 2021: 3. Platz U23-Weltmeisterschaften im Männer-Doppelzweier durch Maurin Lange
  • 2024: 2. Platz U23-Weltmeisterschaften im Frauen-Doppelzweier durch Flavia Lötscher
  • 2024: 2. Platz Europameisterschaften im Männer Doppelvierer durch Maurin Lange

Einzelnachweise

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