Seidingstadt

Ortsteil von Straufhain From Wikipedia, the free encyclopedia

Seidingstadt ist ein Ortsteil der Gemeinde Straufhain im Landkreis Hildburghausen in Thüringen.

Schnelle Fakten Gemeinde Straufhain ...
Seidingstadt
Gemeinde Straufhain
Koordinaten: 50° 20′ N, 10° 42′ O
Höhe: 306 m ü. NHN
Fläche: 8,16 km²[1]
Einwohner: 170[2]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1973
Eingemeindet nach: Streufdorf
Postleitzahl: 98646
Vorwahl: 036875
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Evangelisch-lutherische Ortskirche aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts

Geographische Lage

Seidingstadt liegt im Heldburger Land an der Kreck. Die Landesstraße 1134 führt Richtung Norden nach Hildburghausen bzw. Richtung Süden nach Heldburg. Von 1888 bis 1946 bestand die Bahnstrecke Hildburghausen–Lindenau-Friedrichshall. Die Vorgebirgslandschaft wird durch das fränkische Klima günstig beeinflusst. Der Grenzwanderweg im Landkreis Hildburghausen geht auch durch die Gemarkung des Ortsteils.

Geschichte

Jagdschloss Seidingstadt
Agenturgebäude für Fahrkarten und Frachtgut der ehemaligen Haltestelle Seidingstadt

Bereits am 3. Februar 799 wurde Seidingstadt erstmals urkundlich erwähnt.[3]

Der Dreißigjährige Krieg warf die Gemeinde stark in ihrer Entwicklung zurück. 1817 lebten in Seidingstadt 234 Personen, im Vergleich zu 250 Personen im Jahr 2012.

Seidingstadt war 1616 von Hexenverfolgung betroffen. Albrecht Rüdinger, Sohn von Anna Rüdinger aus Streufdorf, geriet in einen Hexenprozess und wurde enthauptet.[4]

Seidingstadt lag an der 1898 errichteten Bahnstrecke der Heldburger Bahn, die Hildburghausen mit dem Heldburger Land verband. Obwohl die Bahnstrecke 1946 als Reparationsleistung demontiert werden musste, ist das Empfangsgebäude des Bahnhofs erhalten geblieben. Darin erinnert ein kleines Eisenbahnmuseum an diese Schmalspurstrecke.

Das nicht mehr existierende Jagdschloss Seidingstadt gehörte einst dem Herzog von Sachsen-Hildburghausen. Die spätere Königin von Bayern, Therese, wurde darin geboren.

1993 wurde die Einheitsgemeinde Straufhain gebildet.[5]

Königin Therese von Bayern, geb. Therese von Sachsen-Hildburghausen, Aquarell von Nachtmann, 1840

Persönlichkeiten

Literatur

  • Norbert Klaus Fuchs: Das Heldburger Land–ein historischer Reiseführer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2013, ISBN 978-3-86777-349-2
  • Hans Löhner: Das „Bimmelbähnle“ von Hildburghausen nach Lindenau-Friedrichstal : Eine Thüringer Schmalspurbahn ins Heldburger Land. Verlag Michael Resch, Neustadt/Coburg 2000, ISBN 3-9805967-5-3.
  • Paul Lehfeldt: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft XXXI, Herzogthum Sachsen-Meiningen, Amtsgerichtsbezirke Heldburg und Römhild, Reprint, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 1904, ISBN 978-3-86777-378-2

Einzelnachweise

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