Seitenstetten

Marktgemeinde im Bezirk Amstetten, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Seitenstetten ist eine Marktgemeinde mit 3355 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Seitenstetten
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Seitenstetten
Seitenstetten (Österreich)
Seitenstetten (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: Seitenstetten Markt
Fläche: 30,47 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 14° 39′ O
Höhe: 349 m ü. A.
Einwohner: 3.355 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 110 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3353
Vorwahl: 07477
Gemeindekennziffer: 3 05 32
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Steyrer Straße 1
3353 Seitenstetten
Website: www.seitenstetten.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Spreitzer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(23 Mitglieder)
15
4
2
2
15 4 2 2 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Seitenstetten im Bezirk Amstetten
Lage der Gemeinde Seitenstetten im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)BiberbachHaagSt. ValentinWinklarnWolfsbach
Lage der Gemeinde Seitenstetten im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Seitenstetten liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 30,48 Quadratkilometer. 25,84 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Seitenstetten umfasst als einzige Ortschaft Seitenstetten; Katastralgemeinden sind:

  • Seitenstetten Dorf (28,17 km²)
  • Seitenstetten Markt (2,29 km²)

Ortsteile von Seitenstetten sind Blümelsberg, Heiderhäuser, Hochstraß, Neudorf, Pöllausiedlung, Seitenstetten Dorf, Seitenstetten Markt, Treffling und Weidersdorf sowie zahlreiche Einzellagen.

Im Norden des Gemeindegebietes befindet sich der Flugplatz Seitenstetten.

Nachbargemeinden

Wolfsbach
St. Peter in der Au Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Biberbach
Ertl Waidhofen an der Ybbs

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Erstmals 1109 urkundlich erwähnt, wurde das Benediktinerstift Seitenstetten im Jahr 1112 durch die Edlen Reginbert von Hagenau und Udalschalk von Stille und Heft gegründet. 1480 erhielt der Ort durch Kaiser Friedrich III. das Marktrecht verliehen.[1]

In der Endphase des Nationalsozialismus kam auf dem Gemeindegebiet von Seitenstetten zu Gewaltverbrechen. Auf Todesmärschen, die durch Seitenstetten führten, verloren 24 Menschen ihr Leben. Augenzeugen berichten, dass die Url "rot gefärbt" vom Blut der NS-Opfer war.[2] Der NS-Ortsgruppenführer ließ in den letzten Kriegstagen noch nach Fahnenflüchtige, entlaufende Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene suchen, obwohl der Krieg nachweislich schon verloren war.[3]

Vom 7 bis 11.Mai 1945 hielten sich amerikanische Truppen in Seitenstetten auf. Die sowjetischen Truppen erreichten den Ort am 9.Mai. Kurz vor der Ankunft der alliierten Truppen, wurden Utensilien wie Hitlerbilder und NS-Fahnen verbrannt und österreichische Fahnen gehisst.[3]

Vom Lager Amstetten wurden am 10.April.1947 die beiden Seitenstettner Josef Blahowetz (geb.1891) und Gustav Reitter (geb. 1891) an den Volksgerichtshof Wien überstellt.

Einwohnerentwicklung

Seitenstetten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2024
Jahr  Einwohner
1869
 
1.931
1880
 
2.041
1890
 
2.139
1900
 
2.255
1910
 
2.354
1923
 
2.412
1934
 
2.625
1939
 
2.292
1951
 
2.318
1961
 
2.443
1971
 
2.664
1981
 
2.765
1991
 
2.981
2001
 
3.131
2011
 
3.265
2021
 
3.446
2024
 
3.379
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stift Seitenstetten

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildungszentrum St. Benedikt Seitenstetten

Im Jahr 2001 gab es 117 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, 130 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1447. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,74 Prozent. 2003 gab es im Jahresdurchschnitt am Ort 2003 72 Arbeitslose.

Der größte Arbeitgeber ist der Maschinenbauer LiSEC Maschinenbau GmbH, dieser eröffnete 1993 seine Produktion in der Gemeinde. 1998 wurde die Forschungs- und Entwicklungsabteilung gebaut und in den 2000er Jahren wurde der Standort um weitere 12 000 m² erweitert.

Bildung

Sport

Der Fußballverein USC Seitenstetten wurde 1964 gegründet und spielt aktuell in der 2. Landesliga West. Der Verein bestreitet seine Heimspiele in der iLife-Arena in Seitenstetten. Zum Verein UFC St. Peter/Au aus der westlichen Nachbargemeinde besteht seit jeher eine Rivalität, bei diesen Spielen pilgern selbst bei unterklassigen Spielen rund tausend Zuseher auf die örtlichen Sportplätze. Bekannteste Spieler von Seitenstetten sind Manuel Engleder, Martin Fraisl und Reinhard Großalber. Aktuell wird die Mannschaft von Robert Langergraber trainiert, welcher Gerhard Kammerhofer zu Saisonbeginn nach sechs Jahren ablöste.

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Gemeinderat

Seit 2005 hat der Gemeinderat 23 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1938–1945 Franz Pfeiffer (NSDAP)
  • bis 2005 Stefan Edermayer (ÖVP)
  • 2005–2015 Franz Deinhofer (ÖVP)
  • seit 2015 Johann Spreitzer (ÖVP)[11]

Wappen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Seitenstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Seitenstetten – Reiseführer

Einzelnachweise

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