Selfkant-Kaserne
Liegenschaft der Bundeswehr, in der das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr seit seiner Aufstellung am 1. April 1991 stationiert ist
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Die Selfkant-Kaserne in Geilenkirchen ist eine Liegenschaft der Bundeswehr, in der das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr seit seiner Aufstellung am 1. April 1991 stationiert ist.
Kasernen-Schild (2012) | |||
| Land | |||
| Gemeinde | |||
| Koordinaten: | 50° 58′ 59″ N, 6° 6′ 22″ O | ||
| Stationierte Truppenteile | |||
| Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr | |||
| Ehemals stationierte Truppenteile | |||
| Raketenartillerielehrbataillon 72 Raketenschule des Heeres |
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Lage der Selfkant-Kaserne in Nordrhein-Westfalen | |||
Lage
Die Kaserne liegt im Ortsteil Niederheid etwa zwei Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Fünf Kilometer südwestlich befindet sich der NATO-Flugplatz Geilenkirchen. Nordöstlich der Kaserne schließt sich eine Standortschießanlage an. In der Teverener Heide sieben Kilometer südwestlich befand sich ein Standortübungsplatz.
Benennung
Die Kaserne wurde nach der Landschaft Selfkant benannt. Beim Bau der Kaserne lag diese im Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg, der mit Wirkung vom 1. Januar 1972 mit dem Landkreis Erkelenz zum heutigen Kreis Heinsberg zusammengelegt wurde.
Geschichte
Die Kaserne wurde für die Bundeswehr Ende der 1960er Jahre erbaut. 1970 verlegte zunächst das Raketenartillerielehrbataillon 72 in die Liegenschaft. 1973 wurde die Raketenschule des Heeres von der Donnerberg-Kaserne in Eschweiler hierher verlegt und im selben Jahr mit dem Raketenartillerielehrbataillon 72 zur Raketenschule der Artillerie fusioniert. 1981 wurde letztere als Lehrgruppe B in die Artillerieschule integriert und in die Rilchenberg-Kaserne nach Idar-Oberstein verlegt. Das 1968 auf dem späteren NATO-Flugplatz Geilenkirchen aufgestellte Flugkörpergeschwader 2 der Luftwaffe verlegte daraufhin in die Selfkant-Kaserne. Es war mit Flugkörpern vom Typ MGM-31 Pershing ausgestattet. Deren Gefechtsköpfe (Kernwaffen) wurden im Rahmen der nuklearen Teilhabe im Sondermunitionslager am nördlichen Rand des späteren NATO-Flugplatzes vier Kilometer südwestlich der Kaserne gelagert.[1] Das Flugkörpergeschwader 2 wurde 1991 aufgelöst. Seit dem 1. April 1991 ist das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in der Selfkant-Kaserne stationiert. 2002 wurden etwa 30 Hektar der Kasernenfläche im Rahmen einer Konversion als Gewerbegebiet umgewidmet.
Dienststellen
Folgende Dienststellen sind oder waren in der Kaserne stationiert:
Aktuell:
- Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (seit dem 1. April 1991)
Ehemalig:
- Raketenartillerielehrbataillon 72
- Raketenschule des Heeres
- Raketenschule der Artillerie
- Flugkörpergeschwader 2
- Abgesetztes Kommando Fernmeldesektor 62
- Custodial Team, 85th United States Army Field Artillery Detachment
- Canadian Forces Support Unit (Europe)
- Canadian Forces Health Services Group Detachment
