Semliki

Fluss in der Demokratischen Republik Kongo From Wikipedia, the free encyclopedia

Der 230 km lange Semliki ist der einzige Abfluss des ostafrikanischen Eduardsees und einer der Zuflüsse des Albertsees.

Schnelle Fakten
Semliki
Der Semliki im westlichen Riftast des Grabenbruchs südwestlich des Albertsees

Der Semliki im westlichen Riftast des Grabenbruchs südwestlich des Albertsees

Daten
Lage Kongo Demokratische Republik Demokratische Republik Kongo
und Grenze zu
Uganda Uganda
Flusssystem Nil
Abfluss über Albert-Nil Bahr al-Dschabal Weißer Nil Nil Mittelmeer
Ursprung bei Kyavinyonge in der Mitte des westlichen (kongolesischen) Teils des Eduardsee-Nordufers
 8′ 22″ S, 29° 36′ 3″ O
Quellhöhe 920 m
Mündung an der kongolesisch-ugandischen Grenze als Delta in den Albertsee;
südlicher Arm:
 12′ 21″ N, 30° 29′ 44″ O
Mündungshöhe 622 m
Höhenunterschied 298 m
Sohlgefälle 1,3 
Länge 230 km
Einzugsgebiet etwa 35.000 km²[1]
Abfluss am Pegel Bweramule[2]
AEo: 8000 km²
MNQ 1940–1978
MQ 1940–1978
Mq 1940–1978
MHQ 1940–1978
113 m³/s
149 m³/s
18,6 l/(s km²)
168 m³/s
Mittelstädte Beni
Der Verlauf der Flüsse in südwest Uganda (der Semliki linke Mitte)

Der Verlauf der Flüsse in südwest Uganda (der Semliki linke Mitte)

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Verlauf

Der Semliki entfließt dem Eduardsee an seinem Nordwestufer, das sich auf dem Gebiet der Demokratischen Republik Kongo befindet, und bildet weiter nördlich die Grenze von Uganda zur DR Kongo. Der Semliki fließt auf dieser Landesgrenze östlich und parallel zur langgestreckten Zentralafrikanischen Schwelle und innerhalb des Ostafrikanischen Grabenbruchs in Richtung Norden. In diesem westlichen Ast des Ostafrikanischen Grabenbruchs befindet sich eine langgestreckte Seenkette die durch Flüsse miteinander verbunden ist. Der Semliki verbindet den Eduardsee mit dem Albertsee. Gesäumt wird das Tal im Westen durch die Zentralafrikanische Schwelle, im Osten durch eine Kette von Vulkangebirgen und das Ruwenzori-Gebirge. Zuflüsse sind der Malaku von der Zentralafrikanischen Schwelle und die Flüsse Butago, Bussirubi sowie einige weitere aus dem Ruwenzori. Am Fluss befindet sich zudem die Stadt Beni am Ufer der DR Kongo.

Hydrometrie

Die Durchflussmenge des Flusses wurde 38 Jahre lang (1940–1978) am Pegel Bweramule in m³/s gemessen.[2]

Weitere Informationen Der monatliche mittlere Abfluss des Semliki bei der Station Bweramule in m³/s (1940-1978) ...
Der monatliche mittlere Abfluss des Semliki bei der Station Bweramule in m³/s (1940-1978)[2]
180
160
140
120
100
80
60
40
20
0
139
Jan.
113
Feb.
126
März
140
Apr.
160
Mai
143
Juni
151
Juli
161
Aug.
158
Sep.
163
Okt.
168
Nov.
162
Dez.
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Flora und Fauna

Im und am Fluss leben Elefanten, Krokodile und Antilopen. Am rechten Ufer des mittleren Semliki liegt das sehr kleine Verbreitungsgebiet des Semliki-Stummelaffen (Piliocolobus semlikiensis). An seiner Mündung bildet er ein kleines Mündungsdelta, in dem der Ambatch, ein schnell wachsender, dorniger Baum, und Papyrus wächst.

Einzelnachweise

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