Sepiapterin-Reduktase

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Sepiapterin-Reduktase (SPR) ist das Enzym in Eukaryoten, das die Reduktion von Sepiapterin und 6-Pyruvoyl-5,6,7,8-tetrahydropterin katalysiert. Dabei handelt es sich um die letzten Schritte in der Biosynthese der Pterine, die das Grundgerüst für mehrere Vitamine und Cofaktoren bilden. SPR ist im Zytoplasma lokalisiert. Mutationen im SPR-Gen des Menschen können SPR-Mangel, und dieser eine seltene Erbkrankheit verursachen.[1]

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Sepiapterin-Reduktase
Sepiapterin-Reduktase
Bändermodell des SPR-Dimers des Menschen nach 1Z6Z
Sepiapterin-Reduktase
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 261 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur Homodimer
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Redoxreaktion
Substrat Sepiapterin + NADPH + H+
Produkte 7,8-Dihydrobiopterin + NADP+
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Übergeordnetes Taxon Eukaryoten
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 6697 20751
Ensembl ENSG00000116096 ENSMUSG00000033735
UniProt P35270 Q91XH5
Refseq (mRNA) NM_003124 NM_011467
Refseq (Protein) NP_003115 NP_035597
Genlocus Chr 2: 72.89 – 72.89 Mb Chr 6: 85.13 – 85.14 Mb
PubMed-Suche 6697 20751

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Vorkommen

Aus Extrakten von Rattenlebern wurde in den 1960er Jahren ein Enzym erhalten und gereinigt, welches die Reduktion von Sepiapterin zu Dihydrobiopterin katalysierte.[2] Auch aus Insekten sowie Organen von Mäusen, Menschen und anderen Organismen wurden Sepiapterin-Reduktasen isoliert. Die ergiebigsten Quellen für SPRs sind Erythrocyten, Leber- und Gehirngewebe. Einige SPRs sind kloniert und sequenziert worden.[3] Eine Röntgenstrukturanalyse der SPR aus Mäusen ergab, dass hier ein Homodimer mit 261 Aminosäuren pro Monomer vorliegt.[4]

Eine SPR ist außerdem bei Dictyostelium nachgewiesen.[5]

Funktion

Biochemie

Zusammen mit dem Cofaktor NADPH katalysiert das Enzym die Reduktion (Hydrierung) der Carbonylgruppe des Sepiapterins zu 7,8-Dihydrobiopterin. In der Biosynthese des 5,6,7,8-Tetrahydrobiopterins ist es für die Hydrierung der Vorstufen, u. a. des 6-Pyruvoyl-5,6,7,8-tetrahydropterins verantwortlich.

Stellung im Stoffwechsel

SPR wirkt im Stoffwechsel vieler Eukaryoten an der Synthese von Pigmentfarbstoffen mit.[6]

Im Pterin-Stoffwechsel des Menschen werden unter Beteiligung von SPR Neurotransmitter der Cerebrospinalflüssigkeit produziert.[7]

Defizienz

Ein Mangel an SPR wurde klinisch beschrieben als ein therapierbarer angeborener Mangel des Pterin-Stoffwechsels. Die erfolgreiche Behandlung erfolgte über 2–5-jährige Substitutionstherapie betroffener Jugendlicher.[7]

Einzelnachweise

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