Sepp Jakob

deutscher Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Josef „Sepp“ Jakob (* 31. März 1925[1] in Ottobeuren; † 22. März 1993 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Bildhauer.

Brunnen bei Maria Lindenberg

Leben

Sepp Jakob machte eine Lehre als Steinmetz, danach eine Ausbildung als Steinbildhauer in Memmingen und München. Er trat am 20. April 1937 der Hitlerjugend bei, am 14. Januar 1943 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 20. April desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.528.687).[2] Von 1949 bis 1951 besuchte er die Meisterschule in Freiburg. Er war von 1954 bis 1985 als Werkmeister Leiter der Münsterbauhütte des Freiburger Münsters tätig, daneben seit 1960 als freischaffender Bildhauer. Jakobs Werke sind geprägt durch eine sachlich-handwerkliche Fertigkeit, oft mit religiösem Bezug und symbolischer Tiefe. Er arbeitete sowohl an öffentlichen Brunnen als auch an Sakralbauten und Denkmalen. Dabei zeigt sich stets sein architektonisches Verständnis und sein Engagement für regionale Kunst im Schwarzwald und Südbaden.

Sein Sohn Wolfgang Jakob ist als Bildhauer in Gundelfingen tätig.

Werke

Schriften

  • Die Erneuerung der Plastiken am Hauptturm des Freiburger Münsters. In: Steinmetz + Bildhauer 1973.
  • 25 Jahre Freiburger Meisterschule für Stein- und Holzbildhauer, Steinmetzen und Steintechnik. In: Naturstein 29, 1974, S. 203–207.
  • mit Donatus M. Leicher: Schrift + Symbol in Stein, Holz und Metall. Callwey, München 1977, ISBN 978-3-7667-0392-7, 3., überarbeitete und aktualisierte Auflage 1997.
  • Donatus M. Leicher, Odilo Kaiser: Grabmalinschriften. Worte zum Tod für das Leben. Mit 98 Schriftgestaltungsbeispielen von Sepp Jakob. Callwey, München 1985, ISBN 3-7667-0756-6.
  • mit Klaus Geis: Zur Arbeit der Freiburger Münsterbauhütte. Referat im Jahr 1973 anlässlich einer Tagung der Staatlichen Hochbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg. Münsterbauverein, Freiburg (1986?).
  • Die Veränderung des Breisacher Lettners 1960. In: Unser Münster, hrsg. vom Münsterbauverein Breisach. Heft 1, 1990, letzte Seite.

Literatur

  • Aus unserem Schaffen. Gemeinschaft Christlicher Künstler Erzdiözese Freiburg 6, 1966, o. S.
  • K. H. Türk: Mensch und Stein – Sepp Jakob, ein Bildhauer der mittleren Generation. In: Der Naturstein. Fachzeitschrift für Steinmetzen, Steinbildhauer, Architekten und Baubehörden 1969, S. 512ff.
  • Aus unserem Schaffen. Gemeinschaft Christlicher Künstler Erzdiözese Freiburg 7, 1970, S. 40.
  • B. Sch.: Josef Jakob. In: Das Münster 47, 1994, S. 181–182.
  • Sepp Jakob 1925–1993. In: Ottobeurer Heimatbuch 2014, S. 88–89.
  • Leonie Beiersdorf und Frank Engehausen: Forschungsprojekt: NS-Vergangenheit südwestdeutscher Landtagsabgeordneter nach 1945. Teilprojekt: NS-Bezüge der im Landtag von Baden-Württemberg ausgestellten Kunstwerke, herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, S. 46–48 (online).
Commons: Sepp Jakob – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI