Sepp Steurer

österreichischer Maler, Grafiker, Keramiker und Kunsterzieher From Wikipedia, the free encyclopedia

Josef „Sepp“ Steurer (* 18. Februar 1931 in Ternitz; † 2. Jänner 2023 in Graz) war ein österreichischer Maler, Grafiker, Keramiker und Kunsterzieher.

Leben und Wirken

Christophorus-Fresko am Kirchturm der Kirche Don Bosco in Graz (2011)[1]

Sepp Steurer wurde am 18. Februar 1931 in der niederösterreichischen Gemeinde Ternitz geboren, die zu jener Zeit noch eine Marktgemeinde war. Nach abgeschlossener Schulausbildung absolvierte Steurer ab 1946 die Kunstgewerbeschule in Graz in der Fachabteilung Dekorative Malerei bei Rudolf Szyszkowitz und Otto Brunner und schloss diese 1950 ab.[2] Anfangs war Steurer als Kulissenmaler, später auch als Werbegrafiker, Auslagengestalter und Zeichenlehrer tätig. Hauptberuflich war er ab 1952 jahrzehntelang im Bundesdienst tätig, unter anderem im damaligen Arbeitsamt, ehe er 1991 pensioniert wurde.[1] Zu seinen bevorzugten Techniken zählten Grafik sowie Aquarell-, Tempera-, Öl-, Acryl-, Hinterglas- und Freskomalerei. In der Erwachsenenbildung war der gebürtige Niederösterreicher, der sich bereits in den 1950er Jahren in Graz niedergelassen hatte, von 1981 bis 2010 als Kursleiter für Öl- und Hinterglasmalerei an der Volkshochschule Graz tätig.[1] Ab dem Jahr 1989 gehörte er dem Steiermärkischen Kunstverein Werkbund als Mitglied an und war von 1994 bis 2014 in dessen Vorstand.[1]

Steurers Werke waren im Verlauf seines Lebens in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Internationale Ausstellungsbeteiligungen umfassten unter anderem Stationen in Calgary (Kanada), Augsburg und Reutlingen (Deutschland), Maribor (Slowenien) sowie Barcelona-Sabadell (Spanien). In ganz Österreich sind zahlreiche von Steurer gestaltete Bildstöcke, Kapellen und Fresken erhalten.[3][4] Hier arbeitete er vielfach intensiv mit Franz Weiss zusammen.[1]

Während seines jahrzehntelangen Schaffens wurde er vielfach geehrt. So wurde ihm beispielsweise im Jahr 2004 der Berufstitel Professor verliehen. Mit Beschluss vom 20. Mai 2021 ehrte in die Stadt Graz mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Graz (Verleihung: 27. Mai 2021).[5][6] Des Weiteren war er Träger des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark.

Anlässlich seines 90. Geburtstages fand im Jahr 2021 eine Werkschau des als „Urgestein der steirischen Moderne“ bezeichneten Künstlers mit dem Titel Einklang – 90 Jahre Sepp Steurer in der Hofgalerie im Steiermarkhof in Graz statt.[3]

Am 2. Jänner 2023 starb Steurer rund eineinhalb Monate vor Vollendung seines 92. Lebensjahres in Graz; die Verabschiedung fand am 16. Jänner 2023 in der Grazer Feuerhalle statt.[7][8]

Zwei Jahre nach seinem Ableben fand in der Galerie am Schlossbergtor in Voitsberg die Sepp-Steurer-Ausstellung Heimatverbunden statt.[1] Bereits wenige Wochen zuvor wurden im Foyer des Gemeindeamtes von Hausmannstätten Werke Steurers gezeigt.[9] Im Mai 2026 folgte anlässlich des 95. Geburtstages von Sepp Steurer die Vernissage Augenblicke & Rückblicke im Straßganger Kulturzentrum in Graz, bei der Aquarelle, Tempera und Acrylbilder des Künstlers gezeigt wurden.[10]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

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