Serhat Karakayali
deutscher Soziologe und Migrationsforscher
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Serhat Karakayali (* 10. Dezember 1971 in Duisburg) ist ein deutscher Soziologe und Migrationsforscher. Er ist Professor für Migration and Mobility an der Leuphana Universität Lüneburg.
Werdegang
Karakayali ist der Sohn türkischer Gastarbeiter und studierte von 1994 bis 1999 Soziologie, Politologie und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.[1] Mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung promovierte er anschließend bis 2006 ebendort mit einer Arbeit zur Genealogie illegaler Migration.[1] Während seines Studiums war er 1998 an der Gründung von Kanak Attak beteiligt. 2008 gründete er mit weiteren das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung.[2]
Ab 2009 war er in einer Post-Doc-Position am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beschäftigt. Anschließend war er Gastwissenschaftler an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.[3]
Im Jahr 2014 gehörte Karakayali zu den Mitbegründern des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin und leitete ab 2020 die Abteilung Migration des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung.
Seit Juli 2021 ist er Professor für Migration and Mobility an der Fakultät Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg.
Auszeichnungen
- 2025 Fulbright Award
- 2025 LIAS Faculty Fellowship
Publikationen
- Organisationaler Wandel durch Migration? Zur Diversität in der Zivilgesellschaft. (Co-Hrsg.) Transcript Verlag, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8376-5985-6.
- Fördermittel in der Flüchtlingshilfe: Was gebraucht wird – was ankommt. Bertelsmann-Stiftung 2018.
- Koordinationsmodelle und Herausforderungen ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in den Kommunen. Qualitative Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung. Bertelsmann-Stiftung 2016.
- Biopolitik - in der Debatte. (Co-Hrsg.) Springer VS, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-5319-280-74.
- Colonial modern. Aesthetics of the past, rebellions for the future. (Co-Hrsg.) Blackdog Publishing, London 2010, ISBN 978-1-907317-11-8.
- Das Staatsverständnis von Nicos Poulantzas: Der Staat als gesellschaftliches Verhältnis. (Co-Hrsg.) Nomos Verlag, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-3887-1.
- Gespenster der Migration: Zur Genealogie illegaler Einwanderung in der Bundesrepublik Deutschland. (zugleich Dissertation) Transcript Verlag, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89942-895-7.
- Empire und die biopolitische Wende: Die internationale Diskussion im Anschluss an Hardt und Negri. (Co-Hrsg.) Campus Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-5933-754-10.
- Turbulente Ränder: Neue Perspektiven auf Migration an den Grenzen Europas. (Co-Hrsg.) Transcript Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89942-781-3.
Weblinks
- Literatur von und über Serhat Karakayali im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Serhat Karakayali beim Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung
- Serhat Karakayali bei der Leuphana Universität Lüneburg