Serra de Galdent

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Die Serra de Galdent ist ein aussichtsreicher Höhenzug auf der spanischen Insel Mallorca. Zu den höchsten Erhebungen gehören der Puig de Son Roig (auch Puig de Galdent) im Westen, der Puig d'en Claret im Zentrum und der Puig de ses Bruixes, der im Osten mit seiner schroff aufragenden Felsspitze ein landschaftliches Wahrzeichen setzt.[1]

Schnelle Fakten
Serra de Galdent
Serra de Galdent mit Puig de ses Bruixes
Serra de Galdent mit Puig de ses Bruixes
Serra de Galdent mit Puig de ses Bruixes
Höchster Gipfel Puig de Son Roig (420 msnm)
Lage Mallorca, Spanien
Koordinaten 39° 31′ N,  53′ O
Typ Höhenzug
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Name

Der Höhenrücken ist nach dem zu Llucmajor gehörenden Landgut Galdent benannt. Der Name des Puig de ses Bruixes (deutsch: Hexenberg) geht auf verschiedene Legenden zurück, wonach einst Hexen auf dem Berg gewohnt haben sollen.[2][3]

Geografie und Beschreibung

Die Serra de Galdent liegt an der Grenze zwischen den Gemeinden Llucmajor im Süden und Algaida im Norden. Sie ragt mitten aus der Zentralebene, dem Pla de Mallorca, empor. Im Osten benachbart und nur durch eine schmale Ebene getrennt erhebt sich der wie ein Tafelberg geformte Puig de Randa (556 m), an dessen Fuß sich das Dorf Randa befindet. Westlich von dem Höhenzug liegt in etwa 27 Kilometer Entfernung die Inselhauptstadt Palma.

Höchste Erhebung des gut zwei Kilometer langen und bis zu 800 Meter breiten Höhenzuges ist der Puig de Son Roig (420 m), weshalb dieser mitunter auch als Puig de Galdent bezeichnet wird.[4] Markantester Gipfel ist der Puig de ses Bruixes (355 m), der den Höhenzug nach Osten abschließt. Seine geriffelte Felsspitze sticht weithin sichtbar aus der Landschaft heraus. Die beiden Gipfel verbindet ein Kamm, dessen höchster Punkt vom Puig d'en Claret (378 m) eingenommen wird.

Die teils steil abfallenden Hänge sowie das überwiegend felsige Terrain verleihen der Serra de Galdent trotz ihrer relativ geringen Höhe einen alpinen Charakter. In die Hänge sind etliche Höhlen eingelassen. Eine davon befindet sich an der südlichen Abdachung des Höhenzuges, sie wird als Restaurant genutzt. Unweit davon liegt ein Steinbruch, in dem im ausgehenden Mittelalter Sandstein abgebaut wurde, der in Llucmajor zur Errichtung von Kirchen und Bürgerhäusern Verwendung fand.

Von links nach rechts: Puig de Son Roig, Puig d'en Claret und Puig de ses Bruixes

Vorlage:Panorama/Wartung/Para4

Flora und Vegetation

Aleppo-Kiefer auf dem Kamm

Zwischen dem felsigen Terrain behauptet sich eine anspruchslose Macchie. Vorherrschend sind Mastixstrauch und Weißliche Zistrose, dazwischen blühen im Frühjahr Illyrische Siegwurz, Kleinfrüchtiger Affodill und andere typische Arten der mediterranen Flora. Vornehmlich in den Kammlagen des Höhenzuges hat sich ein Wald aus Aleppo-Kiefern ausgebreitet. An lichten Stellen im Unterwuchs kommen Aronstabgewächse und etliche Orchideenarten vor, etwa das Purpur-Knabenkraut und die Wespen-Ragwurz.[5] Allgegenwärtig ist der Diss, ein invasives Süßgras, das Horste mit einer Wuchshöhe von bis zu drei Meter ausbilden kann.

Im fruchtbaren Flachland rund um die Serra de Galdent werden hauptsächlich Oliven kultiviert.

Zugang

Aussicht vom Puig de ses Bruixes auf die Zentralebene

Im Gegensatz zum benachbarten Randa-Massiv ist die Serra de Galdent kaum vom Tourismus berührt, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass keine Straßen und Fahrwege durch das Bergland führen. Wanderer können von verschiedenen Ausgangspunkten auf nicht ausgeschilderten Pfaden den Höhenrücken erkunden. Der kürzeste Zugang beginnt südwestlich von dem Dorf Randa an der Landstraße Ma-5010 zwischen Algaida und Llucmajor. Von dort kommt man in gut 45 Minuten auf den Puig de ses Bruixes hinauf. Das letzte Stück durch felsiges Terrain setzt Trittsicherheit voraus, erfordert jedoch keine alpine Erfahrung.[4] Von der Bergspitze, genauso wie auf dem über einen Kammweg erreichbaren Puig de Son Roig, ergeben sich weite Ausblicke über die Zentralebene. Bei klarer Sicht kann mit bloßem Auge die Kathedrale von Palma und die vorgelagerte Insel Cabrera ausgemacht werden.[4][6]

Siehe auch

Einzelnachweise

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