Servo (Software)
experimentelle Layout-Engine für Webbrowser
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Servo ist eine Browser-Engine, die von Mozilla und Samsung gemeinsam entwickelt wird.[5] Der Prototyp zielt darauf ab, eine stärker parallelisierte Umgebung zu erschaffen, in welcher viele Komponenten (wie das Rendering, Layout, HTML-Parsing, Bild-Dekodieren) durch feingeteilte, isolierte Aufgaben abgearbeitet werden. Das Projekt hat eine symbiotische Beziehung zu Rust, der Programmiersprache, in der es entwickelt wurde.
| Servo | |
|---|---|
Servo unter Linux Mint 17 | |
| Basisdaten | |
| Hauptentwickler | Linux Foundation Europe |
| Entwickler | Mozilla und Samsung |
| Aktuelle Version | 0.0.3[1][2][3] (16. Dezember 2025) |
| Aktuelle Vorabversion | 0.0.2[4] (15. November 2025) |
| Betriebssystem | plattformunabhängig, mobil |
| Programmiersprache | Rust |
| Kategorie | Browser-Engine |
| Lizenz | MPL |
| deutschsprachig | nein |
| servo.org | |
Erste Benchmarks von Servo zeigen eine im Vergleich zu Gecko deutlich kürzere Renderingzeit. Bei den zwei veröffentlichten Testergebnissen war Servo im Vergleich zu Gecko im Einzelthread-Modus mehr als doppelt so schnell, im Betrieb mit vier Threads vier- bis fünfmal schneller.[6]
Die Entwickler hatten für das vierte Quartal 2015 eine Alpha-Version angekündigt[7] und es gibt eine experimentelle Integration in Mozillas Betriebssystem Firefox OS.[8] Im Juli 2016 sind erste Nightly Builds (sog. Preview) veröffentlicht worden.[9]
Servo soll durch das Projekt Quantum schrittweise in Firefox integriert werden.[10]
Im November 2020 übertrug Mozilla das Projekt zur Linux Foundation.[11] Seither verzeichnet das Projekt weniger Contributions.[12] 2023 wanderte das Projekt zur Linux Foundation Europe.[13]
Für die Jahre 2025 und 2026 erhält das Projekt vom Sovereign Tech Fund eine Förderung in Höhe von 545.400 Euro, um damit unter anderem die Barrierefreiheit zu verbessern.[14]
Weblinks
- Projektseite
- Servo auf GitHub