Shoolery-Regel

inkrementeller Näherungsansatz in der NMR-Spektroskopie From Wikipedia, the free encyclopedia

Nach der Shoolery-Regel, benannt nach James Nelson Shoolery, kann in der NMR-Spektroskopie die chemische Verschiebung δ von Methylengruppen in guter Näherung mit einem sog. Inkrementsystem nach der Art der beiden Substituenten A und B (A–CH2–B) abgeschätzt werden.

Die Inkremente S sind rein empirische Parameter, und für viele verschiedene Substituenten tabelliert worden (Auswahl):

Weitere Informationen Substituent, S / ppm ...
SubstituentS / ppm
–CH30,47
–COOR1,55
–COR1,70
–C6H51,83
–SR1,64
–I1,82
–Br2,33
–OR2,36
–Cl2,53
–OH2,56
–OCOR3,13
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Das System kann auch auf Methinprotonen (CH-Gruppe mit drei Substituenten) übertragen werden, die Inkremente in diesem modifizierten Inkrement-System sind dann für Methylen- und Methinprotonen dieselben. Auch für Protonen an C=C-Doppelbindungen und Benzolringen sind solche Systeme aufgestellt worden, allerdings hängen die Inkrementwerte dort von der relativen Stellung der Substituenten (cis, trans, gem, bzw. ortho, meta, para) ab.

Literatur

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