Sienau
Ortsteil von Salzwedel
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Sienau ist ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Sienau Hansestadt Salzwedel | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 49′ N, 11° 10′ O | |
| Höhe: | 24 m ü. NHN | |
| Fläche: | 2,62 km²[1] | |
| Einwohner: | 78 (31. Dez. 2023)[2] | |
| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 20. Juli 1950 | |
| Eingemeindet nach: | Krinau | |
| Postleitzahl: | 29410 | |
| Vorwahl: | 039033 | |
Lage von Sienau in Sachsen-Anhalt
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Geographie
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Jahre 1309 wurde ein Thidericus Cynou in Salzwedel erwähnt.[4] Kurz darauf, im Jahr 1347 wurden zwei Bürger in Salzwedel genannt: Johannis de cynowe et Arnoldo dicto lunigh, ciuibus in soltwedele.[5]
Ob diese Personen einen Bezug zu Sienau oder zu Zienau haben, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, so der Historiker Peter P. Rohrlach.[1]
Die erste Erwähnung des Dorfes Sienau stammt aus dem Jahre 1573 als Sinow in einer Urkunde im Brandenburgischen Landeshauptarchiv. Im Dorf gab es drei Hüfner. In der Urkunde heißt es: Haben keine Kirche, gehen nach Brewitz zur Kirche, Pfarrer und Küster bekommen nur den Vierzeitenpfennig. Alemann hat ein Stück Land.[1] Weitere Nennungen sind 1608 Zinow, um 1650 Zienow 1687 Zienow,[1] 1804 Zienau,[6] und 1873 Sienau.[7]
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Stadtkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.[1]
Am 20. Juli 1950 wurden die Gemeinden Sienau und Kricheldorf zu einer Gemeinde mit dem Namen Krinau im Landkreis Salzwedel zusammengeschlossen.[8] Am 25. Juli 1952 wurde Krinau in den Kreis Salzwedel umgegliedert. Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Krinau in die Stadt Salzwedel eingemeindet.[9] Krinau wurde damit aufgelöst. Sienau und Kricheldorf wurden Ortsteile von Salzwedel.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Die evangelischen Christen aus Sienau gehörten früher zur Kirchengemeinde Brewitz, die als mater combinata zur Pfarrei St. Georg in Salzwedel-Perver gehörte.[16] Die Evangelischen aus Sienau werden heute betreut vom Pfarrbereich Salzwedel-St. Georg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[17]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Ein Bauernhof und zwei Torscheunen stehen unter Denkmalschutz.
- Der Ortsfriedhof liegt am westlichen Ende des Dorfes.
Literatur
- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2084–2087, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 152 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 346, 153. Sienau (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
- Kricheldorf und Sienau. salzwedel.de
- Sienau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie

