Silthiofam

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Silthiofam ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiophencarbonsäureamide.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Silthiofam
Allgemeines
Name Silthiofam
Andere Namen

N-Allyl-4,5-dimethyl-2-(trimethylsilyl)­thiophen-3-carboxamid

Summenformel C13H21NOSSi
Kurzbeschreibung

weißes kristallines geruchloses[1] Pulver[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 175217-20-6
EG-Nummer (Listennummer) 605-752-9
ECHA-InfoCard 100.124.592
PubChem 9881821
ChemSpider 8057496
Wikidata Q18630756
Eigenschaften
Molare Masse 267,46 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

86,1–88,3 °C[2]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (35,3 mg·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[4]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 373411
P: 260273314391501[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Silthiofam kann ausgehend von 3-Chlorbutan-2-on und Methyl-3-methoxyacrylat gewonnen werden.[5]

Verwendung

Silthiofam ist ein von Monsanto entwickeltes und 1999 auf den Markt gebrachtes Fungizid. Der Wirkstoff wirkt durch Hemmung der ATP-Produktion in den Mitochondrien. Er verhindert die Ausschleusung des ATPs durch die undurchlässige innere Mitochondrienmembran durch Translokasen.[6]

Silthiofam wird in Beizmitteln gegen Schwarzbeinigkeit eingesetzt, die durch den Pilz Gaeumannomyces graminis hervorgerufen wird. Silthiofam wirkt protektiv und lang anhaltend.[2]

Zulassung

In der Schweiz und Österreich gibt es keine Zulassung, in Deutschland dagegen ist ein Pflanzenschutzmittel mit Silthiofam als Wirkstoff zugelassen (Handelsname Latitude).[7]

Literatur

  • G.L. Bateman, R.J. Gutteridge, J.F. Jenkyn, M.M. Self: Effects of fluquinconazole and silthiofam, applied as seed treatments to single or consecutive crops of wheat, on take-all epidemic development and grain yields. In: Annals of Applied Biology. Band 152, Nr. 2, April 2008, S. 243–254, doi:10.1111/j.1744-7348.2007.00204.x.

Einzelnachweise

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