Silylether
chemische Verbindung
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Silylether (auch Alkyloxysilane) sind chemische Verbindungen, bei denen ein Siliciumatom mit einer Alkoxygruppe verbunden ist. Silylether werden in organischen Synthesen als Schutzgruppe für die Hydroxygruppe von Alkoholen und Phenolen eingesetzt (Silyl-Schutzgruppe).[1]
| Trimethylsilylether |
R = Organyl-Rest |
Silylether, die gleichzeitig Enolether sind, werden als Silylenolether bezeichnet.
Bildung
Es sind einige Methoden zur Bildung von Silylethern bekannt, wobei zwei besonders verbreitet sind:[1]
- Die Reaktion des Alkohols mit einem Silylchlorid und einem Amin bei Raumtemperatur
- Die Reaktion des Alkohols mit einem Silyltriflat und einer Aminbase bei niedriger Temperatur
Ein Beispiel ist die Bildung von Silylethern mit Hilfe von Chlortrimethylsilan.
Silylenolether können analog durch Reaktion von Silylchlorid mit der Carbonylfunktion von Aldehyden und Ketonen in Gegenwart einer starken, sterisch gehinderten und daher wenig nucleophilen Amidbase wie Lithiumdiisopropylamid oder Lithiumhexamethylsilazid erhalten werden.[2]
Die Abspaltung kann mit Hilfe von Fluoridionen (z. B. Hexafluorokieselsäure oder Tetrabutylammoniumfluorid in einem polaren aprotischen Lösungsmittel wie THF) erfolgen.[1]
Silylether werden auch durch die Hydrosilylierung der Carbonylgruppen von Aldehyden und Ketonen erhalten. Die Reaktion wird durch verschiedene Systeme wie UV-Licht, Übergangsmetallhalogenide, beispielsweise Nickelchlorid oder Zinkchlorid, sowie Alkalimetall- und Trialkylammoniumsalze, beispielsweise Cäsium- und Kaliumfluorid, katalysiert. Besonders effektiv ist der Einsatz des Wilkinson-Katalysators.[3]
