Simon Rösner

deutscher Squashspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Simon Rösner (* 5. November 1987 in Würzburg) ist ein deutscher Squashspieler, der bis Ende 2020 als Profi aktiv war.

Schnelle Fakten Erfolge, Medaillenspiegel ...
Simon Rösner
Nationalität: Deutschland Deutschland
Geburtstag: 5. November 1987
Größe: 190 cm
Gewicht: 87 kg
1. Profisaison: 2004
Rücktritt: 2020
Spielhand: Rechts
Trainer: Thomas Prange
Erfolge
Karrierebilanz: 307:205
Karrieretitel: 9
Karrierefinals: 19
Beste Platzierung: 3 (Dezember 2018)
Medaillenspiegel
Logo der IWGA
 World Games
Silber Cali 2013 Einzel
Gold Breslau 2017 Einzel
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der PSA und Squashinfo (siehe Weblinks)
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Karriere

Rösner spielte bereits in der Jugend äußerst erfolgreich und gewann von der U15-Kategorie an sämtliche nationale Titel.[1] Mit seinem damaligen Heimatverein SC Lengfeld kam er auch schon früh in der 1. Bundesliga zum Einsatz.[2] Seinen ersten großen Erfolg errang er noch im Jugendbereich: Bei der U19-Europameisterschaft in Langnau am Albis gewann Rösner sowohl den Einzel- als auch den Mannschaftswettbewerb.[3] Bereits 2003 entschied er sich, im Alter von 16 Jahren, Profi zu werden. Mit Rang 19 in der Januar-Weltrangliste 2012 wurde Rösner der erste deutsche Top-20-Spieler in der Weltrangliste seit 16 Jahren.[4] Seine bislang beste Platzierung erreichte er mit Rang drei im Dezember 2018. Nach dem Wechsel zum Paderborner SC folgten mehrere nationale und internationale Meistertitel mit der Mannschaft sowie die Berufung zur Nationalmannschaft.

Mit der deutschen Nationalmannschaft nahm er 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2017, 2019, 2023 und 2024 an Weltmeisterschaften teil. Mit dem fünften Rang erreichte er mit ihr 2013 das beste Resultat einer deutschen Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft.

In der Saison 2012 qualifizierte er sich als erster Deutscher erstmals für die World Series Finals, profitierte allerdings von der Absage Ramy Ashours.[5] Trotz eines Siegs über Karim Darwish kam er nicht über die Gruppenphase hinaus. Bei den World Games 2013 erreichte er an Position drei gesetzt das Finale, nachdem er im Halbfinale erstmals Peter Barker besiegte. Im Endspiel unterlag er Grégory Gaultier und gewann somit die Silbermedaille.[6] Kurz darauf erreichte er auch bei der Europameisterschaft im Einzel erstmals das Endspiel, in dem er ebenfalls auf Grégory Gaultier traf. Rösner unterlag erneut in vier Sätzen und wurde damit Vizeeuropameister.[7] Seinen zunächst größten Erfolg auf der PSA World Tour erzielte er im Dezember 2013 in Kuwait bei einem Turnier der Kategorie International 50. Im Endspiel setzte er sich gegen Borja Golán glatt in drei Sätzen durch und gewann damit seinen siebten Karrieretitel. Gleichzeitig war dies sein erster Sieg bei einem Turnier dieser Kategorie.[8] Bei den World Games 2017 ging Rösner als topgesetzter Spieler ins Turnier und gewann am Ende, nach einem 3:1-Sieg gegen Grégoire Marche, die Goldmedaille. Dafür wurde er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, als erster deutscher Squashspieler, mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[9] Im Januar 2018 gewann Rösner nach einem Finalsieg über Tarek Momen das Tournament of Champions und damit als erster Deutscher ein Turnier der PSA World Series.[10] In der Saison 2018/19 erreichte er sowohl bei den US Open als auch bei den Qatar Classic jeweils das Finale.[11][12] Bei der Weltmeisterschaft 2018/19 überstand Rösner nicht nur erstmals in seiner Karriere das Achtelfinale, sondern zog auch ins Halbfinale ein, in dem er dem späteren Weltmeister Ali Farag unterlag.[13] In der Saison darauf wiederholte er diesen Erfolg mit einem erneuten Halbfinaleinzug. Gegen Tarek Momen schied er in vier Sätzen aus.[14] Im Dezember 2020 gab Rösner, auf Position acht der Weltrangliste stehend, seinen sofortigen Rücktritt von der World Tour bekannt. Er werde aber weiterhin in Ligen und für die deutsche Nationalmannschaft spielen.[15] Im Dezember 2021 wurde Rösner Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft.[16]

Auf nationaler Ebene gewann er von 2007 bis 2017 elfmal in Folge die Deutsche Meisterschaft.[17] Er ist seit August 2018 verheiratet[18], im Dezember 2018 bekamen er und seine Frau einen Sohn.[19]

Erfolge

als Einzelspieler:

mit seinen Vereinen:

  • Mehrfacher Deutscher Mannschaftsmeister mit dem Paderborner SC
  • Mehrfacher Schweizer Mannschaftsmeister mit dem SC Wohlen
  • Englischer Mannschaftsmeister mit Integrity Surrey H&R
  • Niederländischer Mannschaftsmeister mit Squash Zwolle
  • Mehrfacher Europapokalsieger mit dem Paderborner SC

PSA World Tour

Legende (Anzahl der Titel)
Weltmeisterschaft
PSA World Tour Finals
PSA World Tour Platinum
PSA World Series (1)
PSA World Tour
PSA International (3)
PSA Star Series (3)
PSA Challenger Tour
PSA (Super) Satellite (2)

Turniersiege

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr. Datum Ort Turnier Finalgegner Ergebnis
1. 12. April 2009 Irland Galway Garavan’s West of Ireland Open Vereinigte Staaten Gilly Lane 11:5, 11:7, 11:7
2. 22. August 2009 Ukraine Odessa Zenit Black Sea Open England Chris Ryder 11:6, 11:5, 11:4
3. 20. Dezember 2009 Spanien Palma de Mallorca Memorial Fernando Vidal Salva Illes Balears Open Schottland Alan Clyne 11:7, 11:7, 11:6
4. 19. Dezember 2010 SpanienSpanien Palma de Mallorca Memorial Fernando Vidal Salvá Spanish Open Italien Davide Bianchetti 11:6, 11:4, 11:10
5. 18. Juni 2011 Kuwait Kuwait Jena International Pakistan Aamir Atlas Khan 3:11, 11:5, 11:6, 9:11, 11:9
6. 20. Oktober 2012 Spanien Santiago de Compostela Santiago Open Australien Cameron Pilley 8:11, 11:5, 11:8, 16:14
7. 22. Dezember 2013 Kuwait Kuwait Alwatan & Asnan International Tournament Spanien Borja Golán 11:4, 11:5, 12:10
8. 30. November 2014 Kanada Edmonton ReidBuilt Homes Edmonton Open Agypten Tarek Momen 11:8, 4:11, 7:11, 13:11, 11:6
9. 25. Januar 2018 Vereinigte Staaten New York City J. P. Morgan Tournament of Champions Agypten Tarek Momen 11:8, 11:9, 6:11, 11:5
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Finalteilnahmen

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr. Datum Ort Turnier Finalgegner Ergebnis
1. 17. Juli 2005 Hongkong Hongkong Crocodile Challenge Cup Niederlande Dylan Bennett 6:11, 11:6, 5:11, 11:1, 7:11
2. 6. April 2008 Danemark Herlev Kommune Squashlife Danish Open England Daryl Selby 7:11, 4:11, 8:11
3. 12. Juli 2008 Italien Brescia Il Leone Shopping Center Mega Italia Open Italien Davide Bianchetti 5:11, 7:11, 9:11
4. 20. Juni 2009 Frankreich Toulouse Movida International Toulouse Open Niederlande Laurens Jan Anjema 7:11, 11:9, 4:11, 6:11
5. 19. Juni 2010 FrankreichFrankreich Toulouse Movida International Toulouse Open Spanien Borja Golán 11:8, 11:8, 7:11, 8:11, 5:11
6. 27. März 2015 Vereinigtes Konigreich London Canary Wharf Squash Classic England Nick Matthew 4:11, 9:11, 7:11
7. 19. April 2015 Schweiz Zürich Grasshopper Cup Frankreich Grégory Gaultier 8:11, 3:11, 9:11
8. 11. Februar 2018 Schweden Linköping Swedish Open Agypten Ali Farag 7:11, 11:6, 3:11, 5:11
9. 13. Oktober 2018 Vereinigte Staaten Philadelphia US Open Agypten Mohamed Elshorbagy 11:8, 8:11, 11:6, 8:11, 4:11
10. 2. November 2018 Katar Doha Qatar Classic Agypten Ali Farag 9:11, 7:11, 5:11
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Auszeichnungen

Einzelnachweise

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