Sinapin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Sinapin ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureester. Es leitet sich von Sinapinsäure und Cholin ab.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Sinapin
Struktur des Kations, das Anion ist nicht dargestellt
Allgemeines
Name Sinapin
Summenformel
  • C16H24NO5+
  • C16H24NO5Cl (Chlorid)
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 5280385
Wikidata Q891772
Eigenschaften
Molare Masse
  • 310, 36 g·mol−1
  • 345,8 g·mol−1 (Chlorid)
Aggregatzustand

fest (Chlorid)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]

Chlorid

Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 302+352305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Sinapin wurde zum ersten Mal 1825 aus den Samen des Schwarzen Senfs isoliert. Die Struktur wurde jedoch erst 1897 korrekt bestimmt.[2]

Vorkommen und biologische Bedeutung

Raps enthält Sinapin

Sinapin kommt in den Samen von Kreuzblütlern vor,[3][4] beispielsweise in Raps.[5] Zu Beginn der Keimung wird das Sinapin zu Sinapinsäure und Cholin hydrolysiert.[3] Vermutlich dient Sinapin als Speicherform für diese Verbindungen, die beide wichtige Metaboliten in Pflanzen sind.[2] Sinapin ist außerdem Bestandteil von Sinalbin, einem Salz mit dem Gegenion Glucosinalbin, das ein wichtiger Inhaltsstoff von weißem Senf ist.[6]

Biosynthese

Die Biosynthese geht von Phenylalanin aus und läuft über Zimtsäure und Sinapinsäure. Diese wird durch UDP-Glucose zur Sinapoylglucose glycosyliert. Enzymatische Reaktion mit Cholin ergibt das Sinapin.[7]

Einzelnachweise

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