Sirene Operntheater

Operntheater in Wien, Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Das sirene Operntheater entstand aus der Zusammenarbeit von Kristine Tornquist und Jury Everhartz im Jahr 1998 in Wien und produziert seither an wechselnden Spielorten Opern und Musiktheater. Bis 2026 wurden 86 Musiktheaterwerke auf die Bühne gebracht, die meisten davon uraufgeführt.[1]

Uraufführung der Oper Gilgamesch durch das sirene Operntheater 2015

Spielkonzept

Uraufführung der Oper Chodorkowski durch das sirene Operntheater 2015
Uraufführung der Oper Das Totenschiff durch das sirene Operntheater 2018

Eine Erfindung des sirene Operntheaters sind Kurzopern, von denen meist mehrere an einem Abend gezeigt werden. Außerdem hat sirene einige Opernserien entwickelt mit bis zu 9 zusammenhängenden Opernabenden. 2020 präsentierte das Ensemble nach einer Reihe von Uraufführungen von Kammeropern[2] mit der Kammeroper Die Verwechslung[3] auch einen Spielfilm im Kinoformat.

Das sirene Operntheater brachte 38 Projektreihen mit 86 Musiktheaterproduktionen (Stand 2026) auf die Bühne. Unter anderen haben Oskar Aichinger, Thomas Arzt, Akos Banlaky, Wolfgang Bauer, René Clemencic, François-Pierre Descamps, Thomas Cornelius Desi, Christof Dienz, Irene Diwiak, Johanna Doderer, Jury Everhartz, Brigitta Falkner, Antonio Fian, Barbara Frischmuth, Daniel Glattauer, Lukas Haselböck, Dieter Kaufmann, Klaus Händl, Radek Knapp, Paul Koutnik, Ulrich Küchl, Bernhard Lang, Klaus Lang, Hannes Löschel, Dora Lux, Friederike Mayröcker, Hermes Phettberg, Peter Planyavsky, Julia Purgina, Hannes Raffaseder, Hosea Ratschiller, Herwig Reiter, Gernot Schedlberger, Jakob Scheid, Kurt Schwertsik, Tomasz Skweres, Kristine Tornquist, Šimon Voseček, Alexander Wagendristel, Wolfram Wagner und Gerhard E. Winkler Stücke für das sirene Operntheater geschrieben.

Produktionen, Kooperationen und Gastspiele

Das sirene Operntheater gab Gastspiele am Tiroler Landestheater in Innsbruck, auf der Musikbiennale in Zagreb[4], an der Ägyptischen Staatsoper in Kairo[5], dem Alten Theater in Steyr, vielen Orten in Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten und wurde zuletzt an die Griechische Staatsoper nach Athen eingeladen: Chodorkowski (Michail Borissowitsch Chodorkowski) spielte dort im Februar 2020[6]. Es gab Gastauftritte im Theater an der Wien[7] und bei großen Festivals wie Wien Modern[8], dem Carinthischen Sommer[9], SOHO in Ottakring, exil.arte und vielen anderen.

Das sirene Operntheater arbeitet vor allem mit österreichischen Künstlern und bekannten Ensembles wie PHACE, Platypus, oenm, Ensemble Zeitfluss, Blackpage Orchestra, Reconsil, Ensemble ANAX, Ensemble Sonare, dem Tiroler Ensemble für neue Musik, dem Clemencic Consort und anderen und kooperiert mit den großen Komponistenverbänden IGNM, ÖKB und ÖGZM in Österreich. 2022 eröffnete das sirene Operntheater die Opernfestspiele Mecklenburg-Vorpommern in Wietzow[10].

Die Oper Miameide wurde 2023 im Jugendstiltheater mit Unterstützung der Wiener Festwochen zur Uraufführung[11] gebracht. Ebenfalls 2023 folgte in einer ersten gemeinsamen Arbeit mit dem Serapionstheater wieder bei Wien Modern[12] die Uraufführung von Alice. Eine phantastische Revue[13] von Kurt Schwertsik und Kristine Tornquist,[14] die im darauffolgenden Jahr wiederholt werden musste. Ebenfalls 2024 wurde wiederum bei Wien Modern[15] die zweite Koproduktion mit dem Serapionstheater und das erste Tanztheaterformat des sirene Operntheaters aus der Taufe gehoben: Die Puppe[16]. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Wien Modern wurde 2025 mit der Uraufführung der Abendsonne von Tomasz Skweres fortgesetzt.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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